Wie man die Fallen erkennen kann
Online-Kriminalität
Im Internet locken immer mehr Betrüger mit dem schnellen Geld. Ein kleiner Ratgeber zum Selbstschutz.
Sei es mittels Anzeigen auf Online-Portalen, in den sozialen Medien, per SMS auf dem Mobiltelefon oder in der Mailbox: Immer öfter versuchen Betrüger mit hinterhältigen Methoden den Menschen im digitalen Raum über den Tisch zu ziehen.
Dementsprechend ist Vorsicht geboten – speziell, wenn es ums Geld geht. Bei vermeintlich extrem lukrativen Angeboten gilt: Was zu gut klingt, um wahr zu sein, ist es in den allermeisten Fällen auch.
Oft werden die Angebote als Artikel etablierter Medienplattformen wie «Blick», «20 Minuten» oder «Tages-Anzeiger» getarnt. Die Aufmachung scheint auf den ersten Blick echt, beim zweiten lassen sich aber schnell Fehler erkennen: etwa ein hochdeutsches scharfes S (ß), ein falsches Geschlecht oder holprige Formulierungen. Zusätzlich stimmt die Web-Adresse nicht mit derjenigen des Mediums überein.
Auch sind diese Geschichten extrem abenteuerlich und mit der Kernbotschaft versehen, dass sehr schnell viel Geld mit einer kleinen Investition und minimalem Aufwand erzielt werden kann. Dem Lesenden wir zudem suggeriert, dass er jetzt exklusiv Zugang zu Informationen bekommt, die andere nicht haben.
«Bei unbekannten Angeboten im Internet ist generell eine angemessene Portion Skepsis geboten», sagt Ralph Hirt, Mediensprecher der Kantonspolizei Zürich. Er rät, in solchen Fällen stets eine zweite Person beizuziehen. Allein damit könnte schon manches Unglück abgewendet werden.
Geht es um die Abgabe von Daten oder sogar um Überweisungen von Geld, müssen die Alarmglocken läuten. Falls nötig, kann man sich beispielsweise auch mit einer Person von der Hausbank absprechen.
Das Spektrum der Fallen ist freilich riesig. Trojaner, Phishing, falsche Rechnungen, Erpressungs-E-Mails, dubiose Jobangebote: Die Liste der Gefahren ist lang – und sie wird künftig immer länger werden.
Aus diesem Grund ist es angezeigt, sich bei verdächtigen Kontaktaufnahmen und Angeboten auch bei staatlichen Stellen zu informieren. Die Kantonspolizei Zürich hat dafür mit www.cybercrimepolice.ch eine eigene Website eingerichtet, die sie permanent aktualisiert.
