Rentnerin aus Uster verliert 7250 Franken wegen Fake-Inserat
Fiese Masche im Internet
Susanna Gilly wollte Geld verdienen, um Ausstände bei ihren Kindern auszugleichen. Dass sie dabei perfiden Betrügern auf den Leim ging, belastet sie schwer.
Der Schlagerstar Beatrice Egli ist eine Frau des Boulevards, die Rolle ist ein Teil des Geschäfts. Dementsprechend häufig begegnet man der 35-jährigen Schwyzerin im Dickicht des Mediendschungels. Was stimmt und was nicht? Die Frage kommt selten an erster Stelle. Im Vordergrund stehen: Emotionen. Man klickt einfach mal drauf.
Genau das macht im letzten November auch Susanna Gilly. Die 66-Jährige aus Uster ist auf der Microsoft-Startseite auf ein Feld mit einer Egli-Story gestossen. Die Nationalbank verklage die Sängerin wegen Äusserungen im Live-TV. Klick.
Dahinter versteckt sich ein gefälschter Artikel in der Aufmachung des Online-Portals 20 Minuten. Dabei geht es um ein angebliches Interview in der SRF-Wirtschaftssendung «Eco Talk». Die Schlagersängerin solle in der Sendung dem Moderator Reto Lipp einen Link zu einer Investmentplattform gezeigt haben, mit dem «jeder Arme in der Schweiz Tausende von Franken am Tag in nur fünf Minuten verdienen kann». Daraufhin habe die Nationalbank interveniert, weil das Bankensystem Kunden verlieren würde, da alle nur noch Geld abheben, aber nicht mehr einzahlen würden.

