Pfäffikon muss Linde fällen
Pilzbefall am Seequai
Ein Baum muss am Pfäffiker Seequai weichen. Der Grund ist ein Pilzbefall. Dieser könnte auf eine Verschmutzung im Boden zurückzuführen sein.
Eine Linde muss wegen ihres schlechten Zustands am Pfäffiker Seequai gefällt werden. Unabhängige Experten hätten dazu geraten, schreibt die Gemeinde Pfäffikon in einer Medienmitteilung. Als Grund wird die Sicherheit der Passantinnen und Passanten genannt.
Dabei ist die Linde noch gar nicht so alt: Sie wird auf 45 bis 60 Jahre geschätzt. «Gemäss einem Luftbild fand die Pflanzung vermutlich zwischen 1970 und 1977 statt, obwohl nicht zu 100 Prozent bestätigt werden kann, ob es sich wirklich um denselben Baum handelt», sagt Manuel Walder, Naturschutzbeauftragter der Fachstelle Naturschutz in Pfäffikon.
Jedenfalls sei das Laub des Baums sehr licht und die Triebbildung verkürzt. Zudem weise der Baum dürre Äste auf. Doch den Ausschlag zu diesem Entscheid habe vor allem eine Pilzinfektion am Stamm des Baums gegeben. Diese deute auf die schlechte Vitalität hin.
Die Art des Pilzes sei unbekannt, sagt Walder. «Der Pilz befällt den Stammbereich, was auf eine Holz zersetzende Art hindeutet, die eine Stamminstabilität bewirken kann.» Das Eschentriebsterben sei es jedoch nicht, da diese Pilzart nur Eschen befalle. Am Greifensee in Uster mussten vor einem Jahr 85 Eschen deswegen gerodet werden.

In Pfäffikon hingegen ist die Ursache unklar. Vermutet wird eine erhöhte Beeinträchtigung der Linde durch eine Verunreinigung des Bodens oder eine Verdichtung im Wurzelbereich. Eine Ersatzpflanzung mit einer einheimischen Baumart ist an ähnlicher Stelle geplant.
Auch die anderen Bäume werden gestutzt
Im gleichen Zug werden auch andere Bäume mit erhöhter Dringlichkeit am Pfäffiker Seequai und bei den Seewiesen gepflegt. Bei Platanen finden die Arbeiten bis Anfang März statt, bei den anderen Baumarten ab Juli.
Somit sollen schwache und dürre Äste entfernt oder gekürzt werden. Die Gemeinde will den Baumbestand damit möglichst lange erhalten. Auch will sie die Sicherheit der Passantinnen und Passanten wahren. Erholungsuchende werden gebeten, die Anweisungen vor Ort zu befolgen.
2025 werde die nächste Etappe in Angriff genommen, in der diejenigen Bäume mit weniger hoher Dringlichkeit gepflegt würden.
