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Pfäffikon will Freiräume für Kinder und Jugendliche schaffen

So will die Gemeinde Pfäffikon den Freiraum für Kinder und Jugendliche besser nutzbar machen.

Wo am besten abhängen in Pfäffikon? Für Jugendliche ist es im Sommer bestimmt der See. (Archivbild)

Foto: Christian Brändli

Pfäffikon will Freiräume für Kinder und Jugendliche schaffen

Abhängen und spielen

Ob Generationenpark oder Naturspielplatz, Pumptrack oder einfach mehr Abfalleimer: Die Gemeinde Pfäffikon macht sich Gedanken zum Freizeitverhalten von Jungen.

Die Gemeinde Pfäffikon will in ihren Siedlungsgebieten attraktive Frei- und Begegnungsräume für
Kinder und Jugendliche bereitstellen. Dies soll im Rahmen des Räumlichen Entwicklungskonzepts (REK) geschehen.

Die Bevölkerung, insbesondere Jugendliche und Kinder, war in den Prozess involviert. Nun habe eine Expertengruppe die Ergebnisse der Befragungen auf deren Umsetzbarkeit hin geprüft, schreibt die Gemeinde in einer Medienmitteilung. Der Gemeinderat habe den Masterplan genehmigt und damit das weitere Vorgehen bestimmt.

Abhängen am See und auf den Schularealen

So zeigt der Bericht zum Thema «Freiräume», dass für die Jugendlichen vor allem der See, die Schulareale Steinacker und Mettlen, der Bahnhof, die Badi und das Jugi sehr wichtige Orte sind. Geschätzt und aufgesucht würden diese Plätze primär, um Freunde zu treffen und ungestört unter sich sein zu können.

Faktoren wie Wetterschutz, die Zentralität des Orts oder Einkaufsmöglichkeiten seien dabei sehr wichtig. Zu Konflikten komme es insbesondere am See und am Bahnhof. Dort ist Littering ein weiteres Thema, das die Gemeinde Pfäffikon angehen will.

Jüngere wünschen sich Spiel und Natur

Die Kinder äusserten sich aufgrund ihres kleineren Bewegungsradius primär zu ihrem Wohnumfeld und den Schularealen sowie zum Seegebiet, zur Badi und zum Wald. An den Orten treffen sie auf Freunde und finden Spielinfrastrukturen.

Die Anliegen und Wünsche betreffen primär Plätze mit abwechslungsreicher Infrastruktur. Diese soll die Interaktion und das gemeinsame Spiel mit anderen Kindern ermöglichen. Es wurden grössere Visionen geäussert, wie etwa ein Skatepark oder ein neuer Sprungturm in der Badi, aber auch einfacher umsetzbare, wie der Wunsch nach mehr Naturelementen.

Naturnahe Spielplätze wurden auch genannt: Bäume zum Klettern, Hecken zum Verstecken und Tiere, die in den Büschen ein neues Zuhause fänden.

Weiteres Vorgehen der Gemeinde

Der Zeithorizont für die unterschiedlichen Vorhaben hänge ganz von der Umsetzbarkeit und dem Budget ab, sagt Gemeindeschreiber Daniel Beckmann. «Die Nutzung der Schulhausareale auch ausserhalb der Schulzeiten könnte zum Beispiel schnell umgesetzt werden.» Da benötige es aber noch Informationstafeln, zum Beispiel zum Thema Nachtruhe.

Drohnenbild von Pfäffikon. Hier sieht man das Schulhaus Mettlen.
Vielleicht können Jugendliche sich auch ausserhalb der Schulzeiten bald auf einem Schulhausareal treffen.

Einige der Ideen und Wünsche der Befragten wurden schon umgesetzt, wie zum Beispiel ein zusätzlicher Abfalleimer am Bahnhof oder ein Bauwagen für die Jugendarbeit im Barzloo. Für Jugendliche will man in Zukunft beim Jugi Pfäffikon eine Graffitiwand zum Besprayen zur Verfügung stellen.

Zudem steht auch ein Pumptrack zur Debatte. «Bei den grösseren Projekten kommt es natürlich auf die Höhe des Budgets an und darauf, ob man über einzelne Projekte noch abstimmen muss», so Beckmann.

Auch ein Naturspielplatz sei denkbar und gehöre zu den langfristigen Projekten. «Dieser könnte im Rahmen einer Pausenplatzsanierung entstehen oder auf der Sophie-Guyer-Wiese», sagt Beckmann.

Daniel Beckmann ist neuer Gemeindeschreiber in Pfäffikon.
Gemeindeschreiber Daniel Beckmann bezieht sich auf die unterschiedlichen Projekte zum Thema Freiraum.

Weitere Massnahmen, zum Beispiel die Umgebungsgestaltung des Schulhauses Steinacker, sind gemäss der Medienmitteilung derzeit in Arbeit. Andere Anliegen, wie die Erhöhung der Wassertemperatur in der Badi, hat der Gemeinderat verworfen.

Die zuständigen Verwaltungsstellen arbeiten nun gemäss dem Masterplan an ihren Aufträgen. Einerseits für den Austausch bezüglich der Umsetzung des Masterplans 2022 bis 2026, andererseits, um fachspezifische Aspekte bei der Gestaltung und Nutzung des öffentlichen Raums frühzeitig in den Diskurs zu bringen und um Lösungen gemeinsam zu entwickeln.

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