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So will Pfäffikon mit dem Littering aufräumen

Das will die Gemeinde Pfäffikon gegen liegengebliebene Zigistummel und anderem Abfall unternehmen.

Pfäffiker wehren sich gegen Littering – vor allem von Jugendlichen, die sich nachts an beliebten Orten aufhalten. (Symbolfoto)

Foto: Christian Merz

So will Pfäffikon mit dem Littering aufräumen

Stopp den Zigistummeln

Es werde zu wenig gegen Abfallsünderinnen und -sünder unternommen, findet ein Aktionskomitee in Pfäffikon. Die Gemeinde liefert nun Vorschläge.

Die Vorgeschichte: Im Herbst 2023 reichte das Aktionskomitee «Stopp dem Zigistummel-Littering in Pfäffikon – für eine menschen- und umweltfreundliche Gemeinde» die Petition zur Littering-Problematik in Pfäffikon ein. Darin wurde der Gemeinde vorgeworfen, zu wenig gegen Littering zu unternehmen. Die bisherigen Bemühungen seien unzureichend.

Eines der grösseren Probleme betreffe dabei auf den Boden geworfene Zigarettenstummel – auch auf Kinderspielplätzen. Die Littering-Problematik sei verknüpft mit ausuferndem Freitzeitverhalten einzelner Personengruppen.

Broken-Windows-Effekt vermeiden

Nun möchte Pfäffikon Präventionsmassnahmen prüfen und umsetzen, schreibt die Gemeinde in einer Medienmitteilung. So sollen Abfallstationen zeitnah geleert und stark frequentierten Orte schnell gesäubert werden. Denn Abfall, der schon am Boden liegt, senkt die Hemmschwelle für weiteres Littering. Dieses Phänomen ist bekannt unter: Broken-Windows-Effekt.

Die Gemeinde überlegt, Abfallbehälter am Seequai mit Aschenbechern zu bestücken und nachzurüsten. Die Kosten dafür beliefen sich auf rund 25’000 Franken. Zudem sollen zusätzliche Abfalltouren eingeführt werden, an schönen Wochenenden in den Sommermonaten, eine Seequai-Reinigung jeweils am Montag, allenfalls am Freitag.

Menschen in Ruderbooten am Seequai in Pfäffikon.
Seeputzete am Pfäffikersee. (Archivfoto)

Schon Anfang 2023 wurden beim Seequai Hinweistafeln angebracht, welche auf die Polizeiverordnung und auf das Littering-Verbot hinweisen. Anscheinend half das nicht viel weiter.

Die bestehende Regelung auf Kinderspielplätzen setzte auf eigenverantwortliches Handeln, schreibt die Gemeinde. Ein entsprechendes Rauchverbot werde nun aber vorbereitet und soll zeitnah umgesetzt werden.

Information zu Littering

Die Gemeinde plant eine einfache Social-Media- und Plakatkampagne, welche möglicherweise durch die Lernenden der Gemeindeverwaltung umgesetzt werden könnte. Zum Thema Lärm arbeite Pfäffikon schon an einer Plakatkampagne, gemeinsam mit anderen Gemeinden.

Auch die Polizei biete ihre Kanäle für entsprechende Kampagnen an, wie Schaukästen, Website oder Facebook. Die polizeiliche Präsenz sei schon erweitert worden. Zudem wurde auch ein privater Sicherheitsdienst eingesetzt, welcher auf dem Gemeindegebiet – insbesondere auf den Schulanlagen, beim Seequai, beim Bahnhofareal und weiteren bekannten Brennpunkten – in den Abend- und Nachtstunden patrouilliert.

Eine verschärfte Polizeiverordnung, welche dieser gesellschaftlichen Entwicklung zumindest teilweise entgegenhalten wollte, wurde an einer Gemeindeversammlung im Jahre 2021 abgelehnt.

Das können die Schulen tun

Weiter wird das Sicherheitsamt die Pfäffiker Schulen anfragen, ob die Schülerinnen und Schüler entsprechende Plakate zum Thema Littering gestalten könnten. Dies könnte auch in Form eines Wettbewerbs stattfinden.

In den Schulen findet schon regelmässiges Fötzeln und die Sensibilisierung in Bezug auf Littering in allen
Stufen statt. Die Unter- und MIttelstufe nimmt am Clean-up-Day teil. An der Oberstufe findet zudem Rauchprävention im Fachbereich Natur, Mensch und Gesellschaft satt – und die Teilnahme am «Nichtraucher-Projekt».

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