Der Kufki-Vater sagt seinem «Kind» Lebewohl
Ustermer Kindertheater-Legende tritt zurück
30 Jahre lang hat René Krebs mit dem Kindertheater Kufki für leuchtende Kinderaugen gesorgt. Doch nun ist er müde. Ob das Projekt weitergeführt wird, steht noch in den Sternen.
Zum fünftletzten Mal begrüsste René Krebs am Sonntag die Zuschauer zu einer Theatervorstellung im Schulhaus Pünt in Uster. Nach 30 Jahren Engagement hängt der Initiant und Leiter des Theaters Kultur für Kinder (Kufki) seinen Job an den Nagel. Der umtriebige Macher möchte seinen wohlverdienten Ruhestand antreten. Der Kindertheater-Zyklus ist in seiner letzten Saison.
«Die nervliche Belastung wird mir je länger, je mehr zu viel», erklärt der fast 83-Jährige, «inzwischen habe ich vor jeder Aufführung schlaflose Nächte.» Der organisatorische Aufwand sei immens für eine einzelne Person. «Das fängt beim Visionieren, also der Auswahl der Vorführungen, an, geht über den Auf- und Abbau bis hin zur Ticketadministration.»
Der eingefleischte Kulturfreak schaut sich alle Inszenierungen zuerst selbst an, bevor er Künstler und Theaterstücke sorgfältig auswählt. «Manchmal fahre ich dazu auch ins nahe Ausland.» In den Anfängen hat er zu diesem Zweck jeweils die Schweizer Künstlerbörse, eine Fachmesse für Bühnenschaffende in der Schweiz, besucht.

