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Neue Pläne bei Herzkern – Oertli nicht mehr Projektleiterin

Der Verein will künftig auf eine Projektleiterin verzichten. Die Stelle hatte die bekannte Ex-Skirennfahrerin Brigitte Oertli erst seit kurzem inne.

Gehen nach nur einem halben Jahr möglicherweise bald wieder getrennte Wege: Projektleiterin Brigitte Oertli und Herzkern-Präsident Felix Demuth.

Foto: PD

Neue Pläne bei Herzkern – Oertli nicht mehr Projektleiterin

Ustermer Verein stellt um

Wegen veränderter Ansprüche plant der Verein Herzkern Uster eine Umstrukturierung. Eine Projektleiterin soll es nicht mehr geben.

Ein gutes halbes Jahr nach der Präsentation von Projektleiterin Brigitte Oertli kündigt der Verein Herzkern Uster bereits die nächste grosse Veränderung an. Der Verein will sich neu aufstellen. Die Stelle der Projektleiterin wird gestrichen. Stattdessen soll ein neues Arbeitsmodell auf Mandatsbasis eingeführt werden. Die vorgeschlagene Anpassung biete den Vorteil, «dass die Ressourcen klar fokussiert und kompetenzbezogen den Projekten transparent zugeteilt werden können».

Als Projektleiterin ist Brigitte Oertli für die operative Führung zuständig. Die bekannte ehemalige Skirennfahrerin, die sich auch in anderen Vereinen und Verbänden in Uster engagiert, hatte die Stelle erst im vergangenen Juni übernommen. Zuvor hatte Sandra Hausmann für sechs Jahre als Geschäftsführerin im Verein gearbeitet, der 2017 gegründet wurde.

Ziel des Vereins ist es, für ein attraktives und belebtes Ustermer Zentrum zu sorgen. Er versteht sich als Drehscheibe, die unter anderen Wirtschaft, Gewerbe, Detaillisten, Vereine und Bevölkerung vernetzt. Dazu gehört auch die Organisation von Events. Allerdings rückten zuletzt der Usterbatzen, der 2019 eingeführt wurde, sowie die Instandsetzung oder der Ersatz der Weihnachtsbeleuchtung in den Fokus, wie Felix Demuth, Präsident des Vereins Herzkern Uster, erklärt.

Mehr administrative Aufgaben

Eine Projektleiterin, die sich zu einem grossen Teil um die Organisation von Events kümmert, soll es deshalb künftig nicht mehr geben. Dieser Schritt ist Teil eines Plans, der eine grössere Umstrukturierung im Verein vorsieht. «Die Arbeit im Verein hat sich geändert», sagt Demuth. «Wir sind mehr mit administrativen Aufgaben konfrontiert als früher.» Brigitte Oertli sei mit ihrem 40-Prozent-Pensum als Projektleiterin zuletzt hauptsächlich mit Büroarbeiten beschäftigt gewesen.

Der Vorschlag, nach einer neuen Lösung zu suchen, sei deshalb schon in einer frühen Phase von Oertli selbst gekommen, sagt Demuth. Bei ihrer Übernahme sei nicht klar gewesen, wie viel administrative Arbeit ihre Vorgängerin jeweils im Hintergrund geleistet habe. Der nun kommunizierte Entscheid sei einvernehmlich gefallen.

«Die bisherige Zusammenarbeit war sehr gut, und ich bin dankbar, dass sie in diesem Prozess mitgewirkt hat», sagt der Vereinspräsident. Dies bestätigt auch Brigitte Oertli. «Ich habe die Arbeit sehr positiv erlebt», sagt sie. Der anstehende Schritt sei richtig. «Es ist eine zukunftsorientierte Entscheidung. Die beste Lösung für Herzkern.» Und: «Man muss den Mut haben, etwas Neues zu machen, um erfolgreich zu sein.»

Zusätzliche Flexibilität

Neu will der Vereinsvorstand gezielt auf Mandatsebene Verantwortliche für einzelne Projekte suchen. Dafür wolle man auch das Beziehungsnetz aus dem Vorstand spielen lassen, erklärt Demuth. «Für die Instandsetzung oder den Ersatz der Weihnachtsbeleuchtung würden wir beispielsweise jemanden mit technischem Know-how wählen.» Der Verein gewinne dadurch auch an Flexibilität.

Aus finanziellen Gründen sei der Entscheid, die feste Stelle einer Projektleiterin zu streichen, nicht gefallen. Einsparungen erwartet Demuth dank dem neuen Modell nicht. «Es wird wohl nicht günstiger, aber die Kompetenzen können besser eingesetzt werden.»

Entscheid an Generalversammlung

Die Zusammenarbeit mit Brigitte Oertli läuft mindestens bis zur Generalversammlung am 26. März weiter. Dann entscheiden die Vereinsmitglieder, ob sie das neue Mandatsmodell gutheissen. Bis zur Umsetzung des neuen Modells sollen alle Aktivitäten des Vereins in gewohntem Rahmen weiterlaufen.

Demuth ist zuversichtlich, dass die Umstrukturierung bei den Vereinsmitgliedern gut ankommt. Die ersten Rückmeldungen seien positiv. Das Verständnis für die veränderten Ansprüche sei gerade beim Gewerbe und bei den Detaillisten gross.

Offen ist noch, ob Brigitte Oertli weiterhin eine Rolle im Verein spielen wird. «Wir würden uns freuen», sagt Felix Demuth. Eine Möglichkeit wäre der Einsatz als Vertreterin des Gewerbeverbands im Vereinsvorstand. Diese Option steht im Raum.

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