Trinity lockt Gäste von weit her an
Vor allem mehr erwachsene Besucher
Seit wenigen Tagen ist Trinity im Sauriermuseum Aathal zu bewundern. Es kommen wie erwartet mehr Besucher – ein Chaos bleibt jedoch aus.
Seit wenigen Tagen ist er in Aathal im Sauriermuseum aufgebaut – Trinity, der erste T-Rex, der in der Schweiz zu sehen ist. Das begeistert nicht nur die Mitarbeitenden des Museums und eingefleischte Saurierfans, sondern zieht die Aufmerksamkeit vieler Besucherinnen und Besucher, auch von weit her, auf sich.
So zum Beispiel Daniel Helbling und seine Familie aus Zug. Sie sind nicht zum ersten Mal im Sauriermuseum Aathal – aber jetzt, wo der T-Rex da ist, lohne sich ein Besuch umso mehr. «Der ist schon gigantisch», sagt er. Auch sein Sohn Levin ist von dem 3,9 Meter grossen Riesensaurier beeindruckt.
Bereits nach wenigen Ausstellungstagen zeigt sich ein erhöhter Ansturm auf das Museum der Urzeitechsen: Vor Kurzem wurden deshalb auch die Öffnungszeiten angepasst, und die Ausstellungsstücke sind nun bereits ab 9 Uhr zu bestaunen. «Am Samstag sind knapp 80 Personen in der früheren Stunde gekommen», erklärt Esther Wolfensberger, Mitglied des Vorstands. Am Sonntag kamen sogar 112 Personen während der zusätzlichen Stunde.
Bereits in der vergangenen Woche hatten die Mitarbeitenden das veränderte Besucheraufkommen bemerkt – vor allem am Mittwochnachmittag, wo sich mehrere Schulklassen zum Bestaunen von Trinity anmeldeten.
Nicht nur sie, sondern viele Besucherinnen und Besucher nutzen die Gunst der Stunde, den T-Rex zu sehen – und kommen explizit wegen ihm vorbei. «Wir sind zum ersten Mal hier», erzählt Filipp Steinmann aus Wädenswil. Er und seine Begleitung hätten seit Längerem schon einmal das Museum besuchen wollen. Als sie von Trinity in den Medien lasen, war klar: «Jetzt mussten wir uns die Dinos selbst mal ansehen.»
«Es ist schön zu sehen, dass Trinity auch andere Besucher herlockt», erklärt Wolfensberger. Normalerweise würden hauptsächlich Eltern oder Grosseltern mit den Kindern respektive Enkelkindern kommen. «Wir sind ein Museum mit wissenschaftlichem Hintergrund, deshalb freut es uns umso mehr, wenn auch Erwachsene ohne Kinder Spass an den Ausstellungen haben.»
So lockt Trinity nicht nur Kinder mit Dino-Fieber, sondern Besucher aus allen Altersschichten. «Von den Jugendlichen bis zu Senioren – das ist einfach toll!», schwärmt Wolfensberger. Natürlich sehe sie aber auch die kleinen Gäste gerne, vor allem weil die aus dem Staunen nicht mehr rauskämen. «Entweder stürmen sie mit Gebrüll auf den T-Rex zu, oder sie sind gleich sprachlos.»
Am ersten Samstag verzeichnete das Sauriermuseum rund 760 Besucherinnen und Besucher, am Sonntag waren es über 1200. Es sei üblich, dass sonntags mehr Ansturm sei, auch ohne Trinity – regulär rechne man mit 300 bis 1500 Besuchern, je nach Wetter. Dennoch sei ein erhöhtes Besucheraufkommen durch die Anwesenheit des neuen Ausstellungshighlights festzustellen, erklärt Kassenmitarbeiterin Doris Ackermann.
«An diesem Sonntag war wirklich schönes Wetter – da ist normalerweise weniger los. Wir haben aber volles Haus!» Zu einem Chaos sei es wegen des T-Rex bisher nicht gekommen. «Die Besucher verteilen sich eigentlich immer ganz gut. Auch jetzt, mit unserem neuen Highlight.»
Wer sich den T-Rex nicht entgehen lassen will, aber etwas weniger Anstum schätzt, kann sich getrost Zeit lassen. Trinity bleibt ein ganzes Jahr zu Besuch in Aathal, bevor es ins endgültige Zuhause nach Antwerpen in Belgien geht.