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Feierlicher Spatenstich für «Palme futura»

Mit dem Spatenstich der Stiftung Palme geht das Grossprojekt los. Das "Palme futura" bietet künftig einen zeitgemässen Komfort bis ins hohe Alter.

Das Grossprojekt «Palme futura» hat offiziell begonnen.

Foto: Diana Kottmann

Feierlicher Spatenstich für «Palme futura»

Weisse Bauhelme, goldene Schaufeln

Die Stiftung zur Palme zelebrierte den Start des Grossprojekts gleich beim Bahnhof Pfäffikon. Bereits 2026 sollen hier Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung bis ins hohe Alter leben können.

Am Dienstag startete das Bauprojekt «Palme futura» mit einem feierlichen Spatenstich, der von künftigen Bewohnenden, Mitarbeitenden, Architektinnen, Bauherren und Politikern zelebriert wurde. Dass es sich hier um einen besonderen Meilenstein der Stiftung zur Palme handelt, war bei der Atmosphäre kaum zu übersehen.

Die Stiftung zur Palme, die Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung Wohn-, Arbeits- und Ausbildungsplätze bietet, schaut mit diesem Grossprojekt in die Zukunft. 21,5 Millionen kostet der Neu- und Umbau gleich beim Bahnhof Pfäffikon, der künftig 59 Wohnplätze beinhalten wird.

Gute Worte, weisse Helme – und Berliner

Der Stiftungsratspräsident Theo Eugster begrüsste die zahlreichen Gäste vor dem ehemaligen Verkaufsladen Palmino, der jetzt provisorisch im Wirtschaftsgebäude steht – das Provisorische merkt man der präzisen Einrichtung des Ladens nicht an.

Zusammen mit Vizepräsident Alex Kündig, Beata Oester Wick, der Leiterin von Dienstleistungen und Produktion, und Architektin Kathrin Simmen liess der Stiftungsratspräsident die letzten Jahre Revue passieren: Zielsetzungen wurden erreicht, der Zeitdruck wurde bewältigt, das Projekt wurde vom Kanton bewilligt. Die intensive Zeit habe viel Engagement von den Beteiligten verlangt.

Die grosse Unterstützung der Gemeinde Pfäffikon wurde vom Stiftungsrat gelobt. Auch Gemeindepräsident Marco Hirzel (parteilos) steckte eine Schaufel in den Boden. In seiner Rede erläuterte er den persönlichen Bezug, den er zur Stiftung zur Palme hat: Früher hatte sich die Werkstatt seines Grossvaters mit der Stiftung zur Palme den Werkhof geteilt.

Nach den Reden stürzten sich die künftigen Bewohnenden auf die weissen Bauhelme und die goldenen Schaufeln und posierten stolz vor dem abzureissenden Gebäude. Währenddessen wurden selbst gebackene Berliner aus der Bäckerei und heisse Süssgetränke serviert.

Bauetappen sollen den Betrieb nicht einschränken

Mit dem Projekt «Palme futura» vergrössert sich die Anzahl der Wohnplätze kaum, jedoch wird ein wichtiges Bedürfnis gedeckt: Die Bewohnerinnen und Bewohner sollen so selbstbestimmt wie möglich leben, und das bis ins hohe Alter.

Dies konnte bisher nicht immer gewährleistet werden, teilweise lag es an der fehlenden Infrastruktur. Das von Kathrinsimmen Architekt:innen erarbeitete Projekt ermöglicht aber einen zeitgemässen Komfort mit Wohngemeinschaften, Studios und dem «Palme-Park», einem neuen, grünen Aussenbereich.

In verschiedenen Etappen sollen Um- und Neubau errichtet werden. In einem ersten Schritt werden das Haus 1900 und das Haus 1980, benannt nach den jeweiligen Baujahren, saniert und umgebaut. Die zweite Etappe soll ab Mitte 2024 beginnen, in der der Neubau errichtet wird. Zum Schluss soll der «Palme-Park» gestaltet werden, der die heutigen Parkplätze ersetzt.

Palme-futura-Bauprojekt, Karte Februar 2023.
Der «Palme-Park» wird auf den heutigen Parkplätzen gebaut – in der Karte durch den Kreis signalisiert.

Dies sei ein Interessenkonflikt gewesen, erklärte Oester Wick. Da das Grundstück aber zwischen der Hochstrasse und dem Bahnhofareal eingeklemmt sei, habe es wenige Alternativen gegeben.

«Die Natur ist wichtig für die Gesundheit der Bewohnenden. Mit dem Park schaffen wir eine kleine Oase, auch für die Personen, die nicht unbeschwert das Areal verlassen können», sagte Oester Wick.

Während der verschiedenen Bauetappen sollen die Betriebe nicht eingeschränkt werden. Der Laden Palmino wird in einem Provisorium im Wirtschaftsgebäude weitergeführt, bis er dann nach dem Bauabschluss im Neubau definitiv platziert wird.

Ebenfalls im Neubau werden sechs Studios errichtet, die ein selbständiges Wohnen fördern: mit eigener Klingel und eigenem Briefkasten. Die Bewohnenden können dies anscheinend kaum abwarten, denn die Nachfrage dazu übersteigt jetzt schon das Angebot.

Der Zeitplan ist streng terminiert. Architektin Simmen erklärte, dass der Bau aufgrund der Finanzierung und der Subventionen bis 2026 abgeschlossen sein muss.

Umzug für die Zwischenzeit

Für die Bewohnenden und die Tagesstätten bedeutete der Umbau einen Umzug. 28 Bewohnerinnen und Bewohner der Stiftung zur Palme wurden ins Alterszentrum Waldfrieden im Pfäffiker Berg-Quartier umgesiedelt.

Das Alterszentrum stand zuvor rund drei Jahre leer, daher mussten bauliche Anpassungen gemacht werden, wie etwa zusätzliche Nasszellen. Doch der Umzug sei problemlos über die Bühne gegangen. «Wir etappierten den Umzug, damit es für die Bewohnenden kein Stress wird», betonte Oester Wick.

Dass alles wie am Schnürchen gelaufen sei, habe die Stiftung dem Einsatz der Fachpersonen zu verdanken. «Es ist eine anstrengende Zeit, aber es steckt viel ‹Herzblut› im Projekt, und wir haben alle viel dafür geleistet», meinte Oester Wick.

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