Bezirk Hinwil

Bezirk Pfäffikon

Bezirk Uster

Tösstal

Themen

Specials

Services

ZO Portale

Abo

Gesellschaft

Pfäffiker plant Trekkingreisen ins Unbekannte

«Wir bauen die Trekkingreisen spielerisch und mit unterschiedlichen Etappenzielen auf.» Klingt harmlos, Ist es aber nicht.

Daniel Aepli (links) und Claude Bauer waren auch schon mal gemeinsam in Alaska. Dort entstand die Idee zum Projekt «rewild».

Foto: PD

Pfäffiker plant Trekkingreisen ins Unbekannte

Ferien mal anders

Mit Schlafsack, Zelt und offenem Ausgang loswandern in der Wildnis. Daniel Aepli aus Pfäffikon und Claude Bauer organisieren Trips für Abenteuerlustige.

Ferien mal ganz anders. «Ohne Vollkaskoversicherung und auch ohne Fünfsternehotel», schreiben die Veranstalter von «rewild» auf ihrer Website. Der Pfäffiker Daniel Aepli und der Zürcher Claude Bauer organisieren diese Form von Abenteuerferien schon zum dritten Mal.

«Die Teilnehmenden wissen bis zur Abreise nicht, wo sie die Reise hinführt», sagt Aepli. Es sei ein Trip für Neugierige und Liebhaberinnen von abgelegenen Orten, wo man nur zu Fuss und mit Rucksack hinkomme.

Unterwegs in der Natur

Für die Umsetzung ihres Projekts suchen Aepli und Bauer nun Teilnehmerinnen und Interessierte, die sich im Sommer während einer Woche auf das Abenteuer einlassen wollen. In Zweierteams werden diese in der Schweizer Natur und im grenznahen Ausland ausgesetzt. Von da aus wandern sie los, in Richtung eines noch unbekannten Ziels – ähnlich einer Schnitzeljagd.

Eine der wenigen Regeln ist, dass man sieben Tage zu Fuss unterwegs ist. «Das Essen muss man selber mittragen – oder es sich Mitte Woche von uns bringen lassen», erklärt Aepli.

Den Verhältnissen angepasst

Laut dem 34-Jährigen wird jede Route von den Veranstaltern individuell geplant und zusammengestellt. «Wir bauen die Trekkingreisen spielerisch und mit ganz unterschiedlichen Etappenzielen auf.»

Es sei jedoch keine Survival-Aktion, wo man nur Wildkräuter esse oder sein Essen selber jage. Im Vordergrund stehe die Erfahrung. «Es ist ein grosses Geschenk, wenn die Teilnehmenden merken, wow, das kann ich ja alles meistern.» Das könne das Selbstvertrauen stärken.

«Anstatt in Trip-Foren Hotelbewertungen zu lesen, befassen sich Teilnehmende mit grundlegenderen Themen des Unterwegs-Seins», sagt Bauer. Dazu gehörten auch Teamdynamik und Szenario-Denken. Neben geistigen Herausforderungen sollte auch der Körper mitspielen können, wenn man mehrere Tage Wind und Wetter ausgesetzt sei.

«Meist sind es Trekkingfreudige ab 25 Jahren, die bei uns mitmachen», sagt Aepli. Gegen oben sei die Altersbegrenzung offen. «Man muss einfach noch sieben Tage in einem Zelt übernachten wollen», meint er und schmunzelt.

Es gibt auch ein Vorbereitungswochenende, bei dem sich die verschiedenen Teams kennenlernen und eine Art «Mini-Projekt» durchspielen. Dabei werden Themen wie GPS-Navigation, Orientierung mit Karte und Kompass, Kochen und Übernachten in der Natur sowie Notfallkommunikation konkret trainiert.

Dieses Erlebnis sichtbar machen

Bauer und Aepli haben mit dem Rucksack selbst schon verschiedenste Orte dieser Welt bereist: Sie waren in der Mongolei, in China, Georgien, Alaska und Yukon unterwegs. Die Idee zum Projekt «rewild» hatte ihren Ursprung in Alaska. Als Teil einer Pfadi-Delegation schlugen sich Bauer und Aepli zehn Tage lang durch die Wildnis des Nationalparks Gates of the Arctic ganz im Norden von Amerika.

In völliger Abwesenheit von Zivilisation und Alltagskomfort spürten die jungen Männer eine Faszination, die sie gerne auch anderen Menschen ermöglichen wollten.

Information zur Vorbereitung

Für Interessierte und Neugierige finden am 18. Januar in Zürich ein Info-Abend und am 31. Januar eine Online-Veranstaltung statt. Bei beiden ist eine Anmeldung nötig. Die Anmeldefrist für das Projekt selbst ist Ende Februar.

Die Annahme erfolgt nach dem Eingang der Anmeldung, es stehen für Zweierteams maximal sieben Startplätze zur Verfügung. Die Auswahl der Projektpartnerin oder des Projektpartners erfolgt bereits vor der Anmeldung, eine Teilnahme allein ist aus Sicherheitsgründen nicht möglich. Weitere Informationen gibt es auf der Projekt-Website.

Abo

Möchten Sie weiterlesen?

Liebe Leserin, lieber Leser

Nichts ist gratis im Leben, auch nicht Qualitätsjournalismus aus der Region. Wir liefern Ihnen Tag für Tag relevante Informationen aus Ihrer Region, wir wollen Ihnen die vielen Facetten des Alltagslebens zeigen und wir versuchen, Zusammenhänge und gesellschaftliche Probleme zu beleuchten. Sie können unsere Arbeit unterstützen mit einem Kauf unserer Abos. Vielen Dank!

Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

Sie sind bereits Abonnent? Dann melden Sie sich hier an

Digital-Abo

Mit dem Digital-Abo profitieren Sie von vielen Vorteilen und können die Inhalte auf zueriost.ch uneingeschränkt nutzen.

Sind Sie bereits angemeldet und sehen trotzdem nicht den gesamten Artikel?

Dann lösen Sie hier ein aktuelles Abo.

Fehler gefunden?

Jetzt melden.

Kontakt

Inserieren

Abo

Services

Über uns