Stadtmagazin von Wetzikon steht auf der Kippe
Eigene Publikation für Wetzikon
Die Stadt Wetzikon will 1,5 Millionen Franken in ein unabhängiges Stadtmagazin investieren. Nun rät die Fachkommission davon ab.
Die Stadt Wetzikon will ab Mitte 2024 eine eigene Publikation einführen: Das monatlich erscheinende städtische Magazin mit durchschnittlich 32 Seiten soll laut Stadtratsbeschluss «recherchierte Berichte aus Gesellschaft, Politik und dem Alltagsleben exklusiv aus Wetzikon» enthalten. Die erste Ausgabe könnte im Sommer 2024 erscheinen und kostenlos an die Wetziker Bevölkerung abgegeben werden.
Nun beantragt die Fachkommission (FK) II jedoch die Ablehnung des Kredits für ein eigenes Stadtmagazin. Rund 1,5 Millionen Franken würde Wetzikon in den nächsten vier Jahren in sein Magazin investieren.
Nicht im Zuständigkeitsbereich
Die vorliegende Offerte habe zwar überzeugt, vermeldet das Parlament Wetzikon auf der Plattform X. Die FK II bezweifle jedoch, dass ein solches Projekt in den Aufgabenbereich der Stadt gehöre. Die beurteilende Kommission besteht aus neun Mitgliedern. Sie ist für die Bereiche Alter, Bevölkerung, Bildung, Gesundheit, Jugend, Kultur, Sicherheit, Sport und Soziales zuständig. Angeführt wird sie von Christoph Wachter (SP), der selber 40 Jahre lang als Texter und Konzepter selbständig war.
Stadtpräsident Pascal Bassu (SP) befürwortet eine eigene Publikation für Wetzikon. Es solle ein unabhängiges Stadtmagazin sein, das eine Plattform für Veranstaltungshinweise biete und das Leben in Wetzikon noch mehr in den Fokus rücken solle. «Es wäre ein Fehler für Wetzikon, wenn es nicht passiert», sagt er. Man solle etwas wagen und sehen, ob es funktioniere.
Das Parlament entscheidet am 29. Januar in seiner nächsten Sitzung, ob Wetzikon eine eigene Publikation erhalten soll.
