Er kämpft mit Skalpell und Bohrer für das Tierwohl
Kleintierchirurg aus Egg
Nico Kipfer operiert pro Jahr rund 1600 Katzen und Hunde. Wie steht man das durch? Ein Nachmittag am OP-Tisch in seiner Praxis in Egg.
Wenn es ein Gebot gibt, das Nico Kipfers Leben prägt, dann ist es Vorsicht. «Bitte achten Sie darauf, dass Sie nicht mit leerem Magen kommen», sagt er, bevor er den Hörer auflegt und sich den Termin in seine Agenda einträgt. Er weiss, warum.
Schneiden, ziehen, sägen, bohren und nähen im und am lebenden Körper: Wer das noch nie erlebt hat, kann nur schwer abschätzen, wie er auf die Eindrücke reagieren wird. Einem Tierchirurgen bei der Arbeit zuzusehen – das ist nicht für jedermann.
Als der Moment schliesslich gekommen ist, schwingt denn auch ein mulmiges Bauchgefühl mit – trotz der zuvor verspeisten Portion Spaghetti. Immerhin zeigt sich Kipfer beim Rundgang durch seine Praxis im Zentrum von Egg sehr ungezwungen und offen. Das schafft Vertrauen.

