So feierten die Gemeinden im Tösstal den Start ins neue Jahr
Mit Brunch und Apéro
Die ersten beiden Januartage standen im Tösstal ganz im Zeichen der Geselligkeit. An den Neujahrsempfängen der Gemeinden wurde gemeinsam geschlemmt, geplaudert und auf die Zukunft angestossen.
Bauma: Grösse zeigen im neuen Jahr
«Grösser werden ist nicht schwer, Grösse zeigen hingegen sehr!» Mit diesem Zitat eröffnete Andreas Sudler (parteilos), Gemeindepräsident von Bauma, den traditionellen Neujahrsapéro im Gasthaus zur Tanne. Danach bekannte er, dass der nun folgende Text von einer künstlichen Intelligenz verfasst worden war.
«Nun», meinte er zu den rund 250 Zuhörern schmunzelnd, nachdem er den Text gelesen hatte, «wenn dieser tatsächlich genügen sollte, könnten wir alle zum Apéro schreiten.» Lautes Gelächter folgte dieser Anregung. Allerdings gab Sudler zu bedenken, dass der künstlich geschaffene Text einiges vermissen liess, nämlich Sympathie und Empathie. Danach folgte sein eigener Text.
Anhand von verschiedenen Beispielen vertiefte Sudler, was das Zitat seiner Meinung nach bedeutet. Zusätzlich las er einige Passagen von Henry Jackson, einem amerikanischen Dichter und Diplomaten, der 1933 verstarb. In dessen Appellen steht der Mensch im Mittelpunkt. Mehr zu reflektieren, mehr für den Mitmenschen zu tun beziehungsweise zu geben, ist der Inhalt.
Sudler doppelte nach: «Wahre Grösse ist, wenn wir gemäss Jackson versuchen, so zu denken, zu handeln und zu leben.» In diesem Sinn eröffnete er den Apéro, begleitet von einer musikalischen Einlage der Harmonie Bauma. (Urs Weisskopf)
Turbenthal: Vorfreude auf ein Grossereignis
Rund 350 Turbenthalerinnen und Turbenthaler liessen es sich am 1. Januar nicht nehmen, in geselligem Rahmen auf das noch junge Jahr 2024 anzustossen. Der gesamte Gemeinderat war am Apéro anwesend und nutzte die Gelegenheit, alle Gäste persönlich zu begrüssen.
Gestärkt durch die Grilladen der Metzgerei Brunner, lauschten die Anwesenden der Ansprache von René Gubler (FDP). Der Gemeindepräsident liess das vergangene Jahr Revue passieren und wagte anschliessend einen Blick in die Zukunft.




Denn ein Grossereignis steht bevor. Die nächste Ausgabe der Regionalmeisterschaften im Turnen der Region Winterthur und Umgebung (RMS WTU) findet diesen Sommer in Turbenthal statt und ist schon im ganzen Dorf präsent.
Besonders grosse Vorfreude herrscht beim heimischen Turnverein. Dieser feiert am Wochenende vor dem eigentlichen Turnfest sein 125-jähriges Bestehen. (Annabarbara Gysel)
Wila: Besondere Leistungen anerkennen
Am frühen Neujahrsabend hatten sich gut 120 Wilemerinnen und Wilemer im Eichhaldesaal eingefunden. Gemeinsam begrüssten sie das neue Jahr – zuerst beim offiziellen Teil mit Ansprache von Gemeindepräsident Simon Mösch (Die Mitte) und anschliessend beim gemütlichen Schlemmen. Denn das dreiköpfige Küchenteam, bestehend aus Daniela Bruno, Esther Zinniker und Gemeinderätin Maya Berwert (SVP), hatte eine währschafte Gulaschsuppe auf den Tisch gezaubert.





Der Gemeinderat nutzte den Anlass auch dazu, den Preis für besondere Verdienste 2023 zu verleihen. Die Auszeichnung ging an das Organisationskomitee des Dorffests. Dieses hatte im August 25 Jahre nach der letzten Austragung stattgefunden.
Während dreier Tage hatte das Dorf sich selbst und das 100-jährige Bestehen des Turnvereins gefeiert. Stellvertretend für seine Mitstreiter durfte OK-Präsident und Gemeinderat Michael Hutzli (parteilos) auf der Bühne die Lorbeeren ernten. (Annabarbara Gysel)
Zell: Die Gemeinsamkeit leben
Der gut besuchte Brunch des Verschönerungsvereins Zell (VVZ) bewies, dass die Zeller Bevölkerung nicht nur davon spricht, sondern die Gemeinsamkeit wirklich lebt. Dem Zusammensein und dem Plaudern wurde viel Zeit eingeräumt, was die Gäste sehr zu schätzen wussten.

(Welt ohne Waisen).




Ganz zur Freude der VVZ-Präsidentin Sonja Vetsch hatten sich gut 120 Personen im Gemeindesaal in Rikon eingefunden. In ihrer Ansprache bedankte sie sich bei den fleissigen Helferinnen und Helfern, die Anlässe wie den Brunch oder den Frühlingseinsatz jeweils möglich machen. Ein Dank ging auch an die Bänkli- und Wanderwegbetreuer, die das ganze Jahr über zum Rechten schauen.
Barbara Rüegger, aufgewachsen in der Gemeinde Zell, zeigte in ihrer Rede auf, was ihre Arbeit als Europa-Botschafterin für World without Orphans (Welt ohne Waisen) beinhaltet. Zum Abschluss bot der Chor Cantus Valle Tossa ein paar Kostproben aus seinem Programm «Nostalgie nach Noten». Dabei durfte ein Stück von Paul Burkhard natürlich nicht fehlen. (Loni Kuhn)