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Diese Ereignisse bewegten 2023 im Bezirk Pfäffikon

Unten am Pfäffikersee und oben an den Höhen des Bezirks Pfäffikon gibt es 2023 Ereignisse, die für Schlagzeilen sorgen.

Vorbereitung zur letzten Saison auf dem Campingplatz Auslikon.

Foto: Karin Sigg

Diese Ereignisse bewegten 2023 im Bezirk Pfäffikon

Jahresrückblick

Der Campingplatz bei der Badi Auslikon ist weg, der Parkplatz bleibt vorerst. Und dann ist da in Illnau noch ein umstrittenes Haus.

Die Biker verlieren ihre Basis

Motorradfahrer sitzen auf Bänken.
Schon die Eröffnung der Bikers Base in Pfäffikon im September 2022 stand unter keinem guten Stern.

Schon gleich zu Jahresbeginn gehört die Bikers Base in Pfäffikon der Vergangenheit an. Die Pandemie und ihre Folgen haben zum Konkurs der Firma geführt. Die Gläubiger des Szenetreffs für Töfffans werden keinen Rappen ihres Gelds je wiedersehen. Schon die Eröffnung der Base stand unter keinem guten Stern: Wegen Corona nahm der Motorradfahrer-Treffpunkt erst im September 2022, ein halbes Jahr später als geplant, den Betrieb auf. 

Seebistro-Projekt wird neu aufgesetzt

Sonnenschirme, Stühle und ein Container stehen auf einem Kiesplatz.
Laden dicht: Wie es mit dem Seebistro am Pfäffiker Quai weitergeht, ist ungewiss.

Die unendliche Geschichte findet eine Fortsetzung. Nachdem das Baurekursgericht das Bistro-Projekt am Pfäffiker Seequai gestoppt hat, zieht der Gastronom Andreas Brüllmann Ende Januar sein Baugesuch zurück. Er will nun ein neues Bistro planen. Dadurch wird nichts aus der geplanten Eröffnung im Sommer. Wann es nun realisiert wird, ist ungewiss.

Trotz grosser Opposition werden Alterswohnungen gebaut

Visualisierung für die neuen Alterswohnungen im Luppmenpark Hittnau.
Das Projekt für neue Alterswohnungen im Luppmenpark Hittnau erhielt nach vielen Diskussionen vom Souverän seinen Segen.

Die Hittnauer geben am 12. März an der Urne grünes Licht zum Bau von Alterswohnungen im Luppmenpark. Dem Entscheid vorausgegangen ist ein langes Hickhack. Insbesondere Rechnungsprüfungskommission und Ortsparteien lehnten das Vorhaben ab. Sie monierten, dass das ganze finanzielle Risiko bei der Gemeinde liege. Anfang November wird klar, dass die Vorbereitungsarbeiten für das Grossvorhaben teurer ausgefallen sind als geplant.

Gang nach Lausanne wegen eines unbeliebten Hauses

Ein altes Haus an der Strasse.
Schutzwürdig für die einen, abrisswürdig für die anderen: Nun entscheidet das Bundesgericht über die Zukunft des altes Landihauses.

Am 12. März wird klar, dass das alte Landihaus in Illnau nicht abgerissen werden kann. Laut Baurekursgericht ist es «kunst- und kulturhistorisch zu wertvoll». Ende 2020 hatte eine Mehrheit der Illnau-Effretiker einer Initiative für ein «attraktives Dorfzentrum Illnau» und damit der Beseitigung des Hauses zugestimmt. Der Stadtrat zieht den Fall vors Verwaltungsgericht – wo er Anfang Dezember erneut unterliegt. Nun wird der Fall dem Bundesgericht unterbreitet.  

40 Hennen fallen der Vogelgrippe zum Opfer

Ein Mann in einem Schutzanzug steigt aus einem Becken.
Auf einem Hühnerbetrieb in Fehraltorf ist die Vogelgrippe ausgebrochen. Der ganze Hof muss gereinigt werden.

Auf einem Hühnerhof in Fehraltorf ist am 21. März die Vogelgrippe ausgebrochen. 40 Legehennen sind betroffen und werden getötet. Der gesamte Betrieb wird abgesperrt und gereinigt. Bei diesem Fall handelt es sich landesweit um den dritten Vorfall in einer Tierhaltung.

Konkurs verzögert Hallenbadumbau

Blick auf die Baustelle: Man sieht die Halle mit Schwimmbecken.
Trotz Sprunggrube, die erhalten bleibt, kommt der Hallenbadumbau zeitweise nicht vom Fleck. Der Konkurs des Baumeisters führt zu einem Unterbruch der Arbeiten.

Beim Umbau des Hallenbads Bauma drohen weitere Verzögerungen. Ende März wird bekannt, dass das Baumeisterunternehmen in Konkurs ist. Der Bau wird vorübergehend eingestellt. Der Wiedereröffnungstermin vom Februar 2024 wird auf Mitte April 2024 verschoben.

Ehriker Beck geht in neue Hände über

Man sieht sechs Leute, die vor der Filiale des Ehriker Becks stehen. Das Gebäude ist mit grossen roten Buchstaben angeschrieben.
Die Beteiligten für die Nachfolgelösung des Ehriker Becks in Russikon (hintere Reihe von links): Tatiana und Martin Mayer von der Bäckerei Vuaillat mit Andreas und Hanna Hofer vom Ehriker Beck. Vorne stehen Hannes und Jonas Waffenschmidt von der Gärtnerei.

Ende März geben Hanna und Andreas Hofer bekannt, dass sie mit dem Ehriker Beck aufhören. Sie geben die Filialen in Russikon und Turbenthal in neue Hände. Der Russiker Laden geht an die Bäckerei Vuaillat aus Uster. In Turbenthal ist am 28. Mai Schluss. Dort steigen die beiden Brüder Dario und Marco Ariano ein. Sie eröffnen am 10. Juni das Genusswerk. Das Personal wird mehrheitlich übernommen. Die neuen Besitzer haben mit dem Betrieb Grosses vor.

Die letzte Campingsaison und der Parkplatzstopp der Ausliker

Visualisierung der geplanten neuen Parkplätze am Ausliker Dorfrand.
Am Rand von Auslikon hätte der Parkplätz für die Badi Auslikon zu stehen kommen sollen.

Am 1. April bricht die letzte Saison des Zeltplatzes beim Strandbad Auslikon an. 2024 wird der Campingplatz zurückgebaut und das Gelände revitalisiert. Das Sanitärgebäude mit den Toiletten bleibt bis zum Neubau im Strandbad bestehen. Dieser verzögert sich, da die Standortgemeinde Wetzikon sich mit dem Kanton absprechen muss. Gleichzeitig wehren sich die Ausliker gegen die Verlegung des Parkplatzes bei der Badi an ihren Dorfrand. An einer Informationsveranstaltung Mitte Juli machen sie ihrem Ärger Luft und reichen eine Petition mit über 800 Unterschriften ein. Am 3. November kommt dann die erlösende und überraschende Meldung: Der Parkplatz der Badi Auslikon kommt nicht an den Dorfrand – vorerst. Der Widerstand gegen das Vorhaben ist zu gross. Der Kanton sucht nun einen anderen Standort. 

Windräder und Oberländer Höhen sind nicht kompatibel

Man sieht eine grosse Windkraftanlage in der Natur.
Für die Oberländer keine Idylle: In allen möglichen Standortgemeinden für Windenergieanlagen bildet sich eine starke Opposition.

Die Pläne des Zürcher Baudirektors, insbesondere auf den Höhen des Zürcher Oberlands und des Tösstals Windräder bauen zu lassen, stossen auf grossen Widerstand. In fast allen möglichen Standortgemeinden, so etwa in Weisslingen, Hittnau und Anfang Juni in Wildberg, werden Initiativen eingereicht, mit denen solche Windenergieanlagen verunmöglicht werden sollen. Gefordert wird meist ein Mindestabstand von 1000 Metern zu bewohnten Häusern. Auch die Wildberger heissen Mitte September an der Gemeindeversammlung einen solchen Passus gut. In Hittnau erklärt der Gemeinderat die Initiative allerdings Mitte Dezember für ungültig.

Grosse Flugschau auf dem Speck zum Jubiläum

Eine Zuschauermenge blickt in den Himmel. Einige haben Fotokameras dabei.
Der Blick geht nach oben an der Flugschau, die zum Jubiläum auf dem Flugplatz Speck zu sehen ist.

Die Flugsportgruppe Zürcher Oberland feiert am 1. und 2. Juli auf dem Flugplatz Speck in Fehraltorf ihr 75-Jahr-Jubiläum. Trotz kurzfristiger Absage des Publikumsmagneten Patrouille Suisse finden 12'000 Besucher den Weg zur Flugschau am Boden und in der Luft.

Neuthal soll zu Spitzenmuseum aufgewertet werden

Demonstration der Handstickmaschine im Museum Neuthal durch Brigitte Nauer.
Das Textil- und Industriemuseum Neuthal – im Bild die Bauersfrau Brigitte Nauer aus Bäretswil, die eine Handstickmaschine aus dem 19. Jahrhundert zeigt – soll ausgebaut werden.

Die ehemalige Spinnerei Neuthal zwischen der Standortgemeinde Bäretswil und Bauma soll zu einem bedeutenden Museum der Technik-, Wirtschafts- und Sozialgeschichte in der Schweiz werden. Der Zürcher Regierungsrat gibt am 20. Juli bekannt, dass er dafür einen Rahmenkredit von 27,1 Millionen Franken bewilligt hat.

Linda Fäh feiert mit Wila

Das ganze Dorf war am Dorffest in Wila involviert.
Linda Fäh war der Hauptact am Freitagabend und sorgte für ein volles Festzelt.

Am verlängerten Wochenende vom 18. August ist ganz Wila auf den Beinen. Nach 25 Jahren findet wieder ein Dorffest statt. Der Turnverein Wila feiert gleichzeitig sein 100-jähriges Bestehen. Die Organisatoren ziehen eine positive Bilanz, sind doch mehr Besucher gekommen als erwartet. Höhepunkt ist das ausverkaufte Konzert von Linda Fäh.

Bauma heizt ein

Man sieht eine Gruppe von Menschen vor zwei orangen Öfen.
Zeit zum Anstossen: Der Wärmeverbund Bauma nimmt seine Heizzentrale in Betrieb.

Mitte Oktober nimmt der Wärmeverbund Bauma den Betrieb mit dem ersten der zwei Öfen auf. Mit den beiden Öfen werden ab dem Winter 2024 rund 70 Liegenschaften mit lokalem Holz beheizt. Am 4. Mai war der Spatenstich zum Neubau erfolgt.

Baumer Grossverteiler in neuem Kleid

Produkte auf Regalen
Das Sortiment ist nur etwas grösser, aber die Produkte sind neu angeordnet und werden besser präsentiert.

Ab dem 14. Oktober baut die Migros ihre Filiale in Bauma um. Während der Umbauzeit steht ein Selbstbedienungsladen zur Verfügung. Am 29. November wird die umgestaltete Filiale wiedereröffnet. Der Laden präsentiert sich heller und mit grösserem Sortiment. Technisch ist alles auf dem neusten Stand.

Laute Töne um das Haus der Stille

Man sieht einen Mann, der vor grossen Baugespannen steht.
Pierre-Yves Martin hat keine Freude am Projekt für die 15 Alterswohnungen. Für ihn ist der geplante Neubau «ein Klotz».

«Die Gemeinde ist offenbar nach anderthalb Jahren nicht mehr willens, das Projekt zu bewilligen – trotz vorgängiger Absprache.» Heiner Henny, Präsident der Stiftung Good Samaritans, beklagt sich Mitte Oktober, dass der Gemeinderat Wildberg seit eineinhalb Jahren nicht vorwärtsmacht mit dem Baugesuch für 15 Alterswohnungen beim Haus der Stille. Er erhebt Vorwürfe an den Wildberger Gemeindepräsidenten. Doch auch Anwohner stören sich am geplanten Neubau.

Wildberger wollen bei Nachbarn anklopfen

Ortstafel und eine Kirche im Hintergrund.
Wila, Turbenthal oder gar ein anderes Dorf? Die Wildberger prüfen einen Anschluss an eine Nachbargemeinde.

Am 22. Oktober sprechen sich die Wildberger an der Urne deutlich für Zusammenschlussgespräche mit den Nachbargemeinden aus. Welche Gemeinde es letztlich sein wird, ist noch völlig offen. Infrage kämen Pfäffikon, Bauma, Russikon, Weisslingen, Zell, Turbenthal oder Wila, mit dem das kleine Wildberg die grösste gemeinsame Grenze hat. 

Pfäffikon erhält eine neue Schulanlage

Zwei Männer stehen hinter dem Modell eines Schulhauses.
Architekt Peter Moor (links) und Projektleiter David Meier präsentieren das Projekt für die Erweiterung des Oberstufenschulzentrums Pfaffberg. Moor hält die mögliche zweite Etappe der Erweiterung in den Händen.

Am 19. November genehmigen die Pfäffiker den Ausbau der Schule Pfaffberg. Die neue Anlage soll 18,6 Millionen Franken kosten, das grösste Investitionsvorhaben in der Gemeinde seit Langem. Der Baubeginn ist auf Juli 2024 angesetzt.

Pfäffiker Gemeindepräsident verlässt die SVP

Ein Mann und ein Fussball.
Ohne Bindung: Der Pfäffiker Gemeindepräsident Marco Hirzel kehrt der SVP den Rücken.

Am 30. November überrascht Marco Hirzel mit einer persönlichen Mitteilung: Der Pfäffiker Gemeindepräsident tritt per sofort aus der SVP-Sektion Pfäffikon aus. Mit diesem Schritt gibt er auch seine Parteiämter im SVP-Kantonalvorstand und im SVP-Bezirksvorstand ab. Grund für den Austritt nach 14-jähriger Parteizugehörigkeit sei eine «zunehmend erschwerte Zusammenarbeit», die sich in der SVP-Sektion Pfäffikon abgespielt habe. Auch der fehlende Respekt im Umgang innerhalb der Partei habe zum Entscheid geführt.

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