Das neue Jahrheft führt von Pop über Rock bis zur Volksmusik
So klingt Illnau-Effretikon
Chorsänger, Bands, Ensembles und Solistinnen erzählen von ihrer Leidenschaft.
Musik kann inspirieren, motivieren und trösten. Sie kann aber auch Erinnerungen wecken und ist oftmals Bestandteil von geselligen Zusammenkünften, schreibt Marco Nuzzi, Stadtpräsident von Illnau-Effretikon, im Vorwort zum soeben erschienenen Jahrheft 2024. «Insgesamt bedeutet Musik für mich eine universelle Sprache, die Grenzen überwindet und Menschen auf vielfältige Weise miteinander verbindet.»
«Musik klingt durch die Stadt» lautet der Titel des neuen Jahrhefts. Herausgeber der 30. Ausgabe ist der Hotzehuus-Verein mit Unterstützung der Stadt Illnau-Effretikon, verfasst hat sie ein sechsköpfiges Team um Vorstandsmitglied Lotti Isenring. Zehn Kapitel laden ein zu einer musikalischen Entdeckungsreise durch Illnau-Effretikon: Welche Musik erklingt im öffentlichen Raum? Was wird im Privaten gespielt? Welche musikalischen Projekte unterstützt die Stadt? Und wer sind die Menschen, die die Stadt und ihre Aussenwachten erklingen lassen?
Nach der Probe ins «Hörnli»
Zu Worte kommen Ensembles, Bands und Persönlichkeiten aus der lokalen Musikszene. Darunter Monika Schütz, die langjährige Dirigentin der Stadtmusik Illnau-Effretikon. Sie erzählt, wie es Mut gebraucht hat, als praktisch einzige Frau mit dem Dirigieren anzufangen. Oder die Alphornbläser des Echo vom Bätzibuck. Dass die Formation rund um den Ottiker Reto Lardi keine Nachwuchssorgen kennt, mag überraschen. Ob es wohl daran liegt, dass jede Probe im Illnauer «Hörnli» endet?
Ein Beitrag dreht sich um den iranischen Musiker Reza Sharifinejad. Einst als Flüchtling in die Schweiz gekommen, begleitet er heute unter anderem auch Gottesdienste der reformierten Kirche in Illnau-Effretikon mit seiner persischen Langhalslaute, oder er spielt andere Instrumente aus seiner Heimat.
Internationale Profis
Porträtiert werden aber auch hochkarätige Klassik-Profis wie der Cellist und Dirigent Volker Messerknecht, der seit Jahren die Orchestergesellschaft Winterthur leitet, oder die japanische Pianistin Yoshiko Iwai und die chinesische Flötistin Qiling Chen. Alle drei wohnen in Illnau. Daneben erklärt eine Handvoll Teenager aus Effretikon, warum sie Rap lieben: Sie erkennen sich in den Geschichten, die der Sprechgesang transportiert, oftmals selber.
«Uns hat selber überrascht, was sich in Illnau-Effretikon für eine grosse Bandbreite an Musizierenden und Musikstilen findet», sagt die Redaktionsverantwortliche Lotti Isenring. «Warum habt ihr diese Band oder jenen Musiker im Jahrheft nicht auch porträtiert?», sei zurzeit wohl die meistgehörte Frage an sie. Auf den zehn letzten Seiten fasst die Jahreschronik zusammen, was sich zwischen November 2022 und Oktober 2023 auf Stadtgebiet Wichtiges ereignet hat.
Das erste Jahrheft erschien 1995 anlässlich des 1250-Jahr-Jubiläums der ersten urkundlichen Erwähnung der Siedlungen Illnau und Effretikon. Die aktuelle Ausgabe kann ab sofort für zehn Franken im Stadthaus, in den Bibliotheken Effretikon und Illnau und in der Illnauer Bäckerei Nüssli sowie über www.hotzehuus.ch bezogen werden.
