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Lounge statt Bar: Der Sohn schwingt jetzt das Zepter

Neuer Geschäftsführer, neuer Name, neues Konzept: Nach einem Monat Umbau öffnet die Limit Lounge ihre Türen für ein jüngeres Publikum.

Das «Limit» bleibt in der Familie: Mutter Rosanna Carnovale übergibt die Leitung ihrem 24-jährigen Sohn Dome.

Foto: Marie Fredericq

Lounge statt Bar: Der Sohn schwingt jetzt das Zepter

Neuer Treffpunkt in Uster

Während 20 Jahren wurde die «Limit Bar» von Rosanna Carnovale geführt, jetzt übernimmt ihr 24-jähriger Sohn Dome: Damit ändert sich nicht nur der Name, sondern auch das Konzept.

Pünktlich zum Uster Märt sind die Umbauarbeiten abgeschlossen, neue Möbel stehen an Platz und Stelle, die Gläser sind poliert und die Drinks kalt gestellt. Nach knapp 20 Jahren gibt Rosanna Carnovale das Zepter der «Limit Bar» an der Brauereistrasse in Uster aus der Hand und überreicht es ihrem 24-jährigen Sohn Dome: Er ist ab sofort neuer Geschäftsführer und federführend in der Bar.

Und damit soll sich einiges ändern – allem voran der Name, der das neue Konzept untermalen soll. Denn neu heisst das «Limit» nicht mehr «Bar», sondern «Lounge» – und der Name soll Programm werden.

Ein Ort der Begegnung

Bisher war das Lokal vor allem als Karaoke-Bar bekannt und wurde für Geburtstage und allerlei Feste gemietet. Dome Carnovale hingegen sieht in der Location eine Möglichkeit, vor allem ein jüngeres Publikum anzusprechen.

Er will die Bar zu einem Ort der Begegnung machen, wo Menschen zwischen 20 und 50 Jahren zusammenkommen, um eine gemütliche Zeit zu verbringen – entweder um in Uster zu verweilen oder später nach Zürich in den Ausgang zu gehen. «Es gibt in Uster respektive im Oberland nur wenige Angebote für jüngere Menschen, um gerade in den kalten Wintermonaten ‹chillig› zusammenzukommen», erklärt Dome Carnovale.

In Uster hat eine neue Bar aufgemacht: Dome Carnovale ist neuer Geschäftsleiter der «Limit Lounge», der ehemaligen «Limit Bar».
Dome Carnovale freut sich darauf, in Zukunft neue Gesichter in der «Limit Lounge» begrüssen und bewirten zu dürfen.

Das soll sich dank der «Limit Lounge» nun ändern. Der 24-Jährige setzt deshalb auf ein neues Angebot: Beim jungen Publikum bekannte Marken wie Molocco oder El Tonic ergänzen die Getränkekarte, und Nachos runden das Angebot ab. «So kann sich hier jeder wohlfühlen», sagt Dome Carnovale. Natürlich gebe es auch weiterhin klassische Cocktails, Mocktails, Softdrinks, Bier und Wein. «Aber die kleinen Veränderungen locken hoffentlich auch neue Menschen her. Ich freue mich auf neue Gesichter. Und auf jedes Wiedersehen.»

DJs, Fussball und eine Runde UNO

Es hat sich doch einiges im Lokal getan, das unweit der Zentralstrasse liegt und in etwa sieben Minuten zu Fuss vom Bahnhof Uster zu erreichen ist. Während eines Monats hat die Familie umgebaut, gestrichen, die Bar ergänzt, Spielautomaten dazugekauft, moderne Möbel erworben und ein professionelles Musiksystem installiert.

Am Wochenende sollen regelmässig DJs auftreten und mit Latino und Popmusik für gute Stimmung sorgen. Ein Club soll es aber nicht werden – obwohl genug Platz zum Tanzen wäre, ist es für den neuen Geschäftsführer vor allem wichtig, einen Ort der Begegnung zu schaffen. Regelmässig werden Fussballspiele übertragen, die Spielautomaten laden zum Verweilen ein. «Kommt vorbei und spielt eine Runde UNO, macht es Euch gemütlich und habt eine gute Zeit», sagt er. Die Lounge hat täglich bis Mitternacht, am Wochenende bis zwei Uhr morgens geöffnet.

Wer die «Limit Lounge» noch unter dem Namen «Limit Bar» kennt und gewohnt ist, Rosanna Carnovale hinter der Bar anzutreffen, muss nicht darauf verzichten. Denn sie wird auch in Zukunft vor Ort sein. «Ich bin nach wie vor die Besitzerin und auch weiterhin anwesend», erklärt sie.

Doch es sei nun, vor allem auch nach Corona, Zeit für ein neues Konzept gewesen. Ausserdem wolle sie nicht mehr jeden Tag hinter der Bar stehen und mehr im Hintergrund agieren. «Dome hat tolle neue Ideen, und frischer Wind tut immer gut – auch dem Oberland.»

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