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Lindau will Littering stoppen

Herumliegender Müll stört. In diversen Gemeinden der Region kämpfen Raumpaten gegen Littering. Jetzt sucht auch Lindau Freiwillige.

Ärgernis Littering: In verschiedenen Gemeinden in der Region existieren bereits Raumpartnerschaften. Nun möchte das auch Lindau. (Archiv)

Foto: Christian Merz

Lindau will Littering stoppen

Raumpaten gesucht

Littering stört und schadet der Umwelt, Menschen und Tieren. Ab 2024 sollen Raumpatinnen und -paten Strassen, Spielplätze und Wanderwege in und um Lindau sauber halten.

Lindau sucht Raumpatinnen und Raumpaten, die sich freiwillig für eine saubere Umwelt engagieren und herumliegenden Abfall einsammeln möchten. Das können Einzelpersonen sein, aber auch Vereine, Schulklassen, Unternehmen oder Familien. Diese Raumpatinnen und -paten übernehmen jeweils die Verantwortung für ein festgelegtes Gebiet und räumen dieses regelmässig auf.

Verschiedene Projekte in der Region

Es ist nicht das erste solche Projekt in der Region. Auch in Hinwil, Wald, Wetzikon, Gossau, Illnau-Effretikon, Mönchaltorf, Volketswil, Dübendorf und Uster gibt es Raumpatinnen und -paten, die dem Littering in ihrer Gemeinde den Kampf angesagt haben.

So sammeln Schulklassen auf dem Schulweg Abfall ein, Fussballvereine übernehmen die Pflege der Sportanlage oder Einwohnerinnen und Einwohner räumen Strassenabschnitte oder rund um öffentliche Grillplätze auf.

Damit möglichst viele Gebiete abgedeckt werden können, sucht Lindau für Abschnitte wie die Neuhofstrasse/ Rigacher, Oberwis, die Tagelswangenerstrasse /Nürensdorfstrasse oder auch in den Dörfern an den Schulwegen nach Personen, Gruppen und Organisationen, die eine Raumpatenschaft übernehmen möchten.

Das Gemeindehaus von Lindau.
Die Gemeinde Lindau möchte weniger Littering. (Archiv)

Mit regelmässigen Aufräumtouren sorgen sie dafür, dass ihr Gebiet frei von Littering ist. «Eine Raumpatenschaft ist eine Win-win-Situation», sagt Nora Steimer, Geschäftsleiterin der IG saubere Umwelt (IGSU), die diese Projekte fördert. «Nicht nur die Gemeinde und ihre Einwohnerinnen und Einwohner profitieren von einer sauberen Umwelt. Schüler lernen so beispielsweise den korrekten Umgang mit Abfall, Vereine können eine Raumpatenschaft fürs Teambuilding nutzen, und umweltbewusste Personen können sich mit Gleichgesinnten vernetzen.»

Eine wirksame Massnahme gegen Littering

Dass Raumpatenschaften gegen Littering wirken, wurde in einer Studie der IGSU und der ETH Zürich nachgewiesen, die 2015 und 2016 im Auftrag des Bundesamts für Umwelt (Bafu) zum Thema Raumpatenschaften durchgeführt wurde. Durch die regelmässige Pflege sind die Orte aufgeräumter und sauberer, wodurch die Hemmschwelle steigt, Abfälle liegenzulassen.

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