Kalte Füsse, aber wenig zu tun für Ustermer Polizei
Positive Bilanz
Die Stadtpolizei zieht eine positive Bilanz vom ersten Tag des Uster Märt. Ein paar Trunkenbolde, etwas Haschisch und vor allem kalte Füsse beschäftigten die Einsatzkräfte.
Der erste Markttag und die Freinacht in Uster ist ohne grössere Zwischenfälle verlaufen. Sie habe ihren Auftrag, «die öffentliche Ruhe, Ordnung und Sicherheit zu gewährleisten oder diese wiederherzustellen vollumfänglich erfüllen» können, meldet die Stadtpolizei Uster in einer ersten Bilanz zum Uster Märt. Dies «trotz anspruchsvoller Wetterbedingungen und entsprechend auch kalten Füssen».
Natürlich waren trotz der guten Laune und der friedlichen Atmosphäre am grössten Markt des Kantons einige Einsätze nötig. Hotspot war wenig überraschend der Märtbalken, Epizentrum für das Ustermer Partyvolk. Ein Betrunkener musste von der Polizei wegen unflätigen Verhaltens weggewiesen werden. Da sein Durst offensichtlich grösser war als seine Einsicht und er sich nicht an die Wegweisung hielt, wurde der Trunkenbold verhaftet und verzeigt.
Ein zweiter Festbruder verbrachte die Nacht zwecks Ausnüchterung auf dem Polizeiposten, nachdem er ebenfalls im Bereich Märtbalken andere Marktbesuchende belästigt hatte.
Zwei Jugendliche liessen sich beim Kiffen erwischen, und eine weitere minderjährige Person war schon am frühen Abend beim Bahnhof Uster stark betrunken aufgegriffen und betreut worden. Die Polizei übergab sie der Sanität, die sie ins Spital Uster brachte.

Es gibt auch Kritik
Nicht alle waren so zufrieden wie die Stadtpolizei. Auf der Facebook-Seite «Du bisch vo Uster, wenn …» äusserten sich einige User kritisch. Grundtenor: Es fehle die Marktstimmung, die Stände seien zu weit auseinander platziert.
Andreas Baumgartner, Kommandant der Stadtpolizei, verweist auf das umfassende Sicherheitskonzept des Uster Märt. «Es braucht beispielsweise genügend Platz für Rettungsgassen, falls sich irgendwo im Markt ein Notfall ereignet.» Mittels «Crowd Management» werden potenziell gefährliche Engpässe vermieden.
525 Markthändler und -betriebe haben sich für den Uster Märt 2023 angemeldet und die Standmiete bezahlt, darunter zehn Chilbi-Betreiber. Damit ist der Uster Märt ausgebucht. 20 Marktfahrer sind – aus welchen Gründen auch immer – nicht gekommen. Die Organisatoren bei der Stadt Uster führen eine Warteliste mit interessierten Standbetreibern. «Wichtig ist eine gute Mischung aus Food und Glühwein, aus Schmuck und Schals und Chilbi», sagt Andreas Baumgartner.
Dass es am Donnerstag kein Gedränge wie in früheren Jahren gab, sei auch an der schlechten Witterung gelegen: «Es kamen einfach weniger Leute als auch schon.»
