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Der 40. Adventsbasar in Illnau-Effretikon ist der letzte

Am Sonntag kann im Illnauer Hotzehuus zum letzten Mal Handgemachtes gekauft werden.

2022 konnte der Adventsbasar erstmals nach Corona wieder drinnen stattfinden. Entsprechend gross war der Andrang.

Foto: Ökumenischer Basarverein Illnau

Der 40. Adventsbasar in Illnau-Effretikon ist der letzte

Aus für Traditionsanlass

Nachwuchsprobleme zwingen den Ökumenischen Basarverein Illnau zur Aufgabe. Am Sonntag kann im Illnauer Hotzehuus zum letzten Mal Handgemachtes gekauft werden.

Almut Berger

Weihnachtsgeschenke, festliche Dekorationen und selbst gebackene Zöpfe stehen zum Kauf bereit. Damit endet der Traditionsanlass nach 40 Jahren.

Grund für das Aus seien Nachwuchsprobleme, sagt Christina Anastassiadis, seit 2019 Präsidentin des Ökumenischen Basarvereins Illnau. Dieser organisiert den Anlass jeweils in Zusammenarbeit mit den Landfrauen.

Der Ökumenische Basarverein Illnau wurde in seiner jetzigen Form 1983 gegründet. Bereits 1956 schlossen sich Frauen der Landeskirchen und der Illnauer Methodistengemeinde mit dem damaligen Pfarrehepaar Burkhard zum Missionsverein Illnau zusammen. Erst im früheren Schulhaus beim Pfarrhaus Illnau an der Hörnlistrasse, später im Methodistenlokal neben dem Volg Unter-Illnau, war man ab 1960 mit einem Adventsbasar samt Kaffeestube im neugebauten Oberstufenschulhaus Hagen zu Gast.

Mit dem Bauboom in Illnau in den 60er-Jahren und dem immer grösser werdenden Platzbedarf zog der Anlass 1981 in den damals frisch eingeweihten Saal des Restaurants Rössli um, wo er bis 2019 jährlich stattfand. In den beiden Corona-Wintern 2020/21 und 2021/22 wurde er dann jeweils als Kleinmarkt draussen beim Restaurant Schmitte da Nino durchgeführt, bevor er 2022 ins Hotzehuus zügelte. (alb)

Wie bei vielen anderen Vereinen auch, sei es immer schwieriger geworden, Freiwillige zu finden. Dazu komme, dass ein Grossteil der Vereinsmitglieder zur älteren Generation gehöre und sich oftmals jahrzehntelang mit Rat und Tat eingebracht haben. «Da ist es nur fair, wenn sie jetzt gern kürzertreten möchten.»

Bei einem Anlass wie dem unsrigen geht es halt nicht ohne viele helfende Hände.

Christina Anastassiadis

Präsidentin

Gleichzeitig habe es sich als schwierig erwiesen, jüngere Illnauerinnen und Illnauer zur Mithilfe zu motivieren. Diese hätten verständlicherweise mit Job und Familie häufig schon genug um die Ohren. «Und bei einem Anlass wie dem unsrigen geht es halt nicht ohne viele helfende Hände.» Dazu sei die Konkurrenz im Laufe der Jahrzehnte immer grösser geworden: «Früher war der Illnauer Adventsbasar das Vorweihnachtshighlight der Region. Heute konkurrieren wir mit dem Sonntagsweihnachtsverkauf von Volkiland und Glatt.»

Corona und die daraus resultierenden Auflagen und Ängste seien ein weiterer Treiber für die Auflösung des Vereins gewesen. Zwar habe man in den beiden Corona-Wintern den Adventsbasar jeweils als Miniausgabe an der frischen Luft durchführen und damit für etwas Licht und Wärme in einer schwierigen Zeit sorgen können. «Für viele unserer Vereinsmitglieder war dies aber eine Zäsur.»

Trotzdem ist sich Christina Anastassiadis sicher, dass der 40. und letzte Illnauer Adventsbasar ein voller Erfolg wird. «Unsere Vereinsmitglieder haben nochmals richtig viel Herzblut investiert.» Und: Man habe nach der Corona-Zwangspause extra das beliebte Kasperlitheater reaktiviert. Der diesjährige Erlös kommt dem Förderverein für Kinder mit seltenen Krankheiten (KMSK) und dem Verein Friends of Kisimiri Switzerland zugute.

Sonntag, 26. November, 10 bis 16 Uhr. Hotzehuus, Usterstrasse 2, Illnau. Für die Kleinen gibts ein Kasperlitheater (Vorstellungen 12.30 und 14.30 Uhr, Eintritt 5 Franken). Weitere Infos: www.illnauer-adventsbasar.ch

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