Nutzen Sie das Sauwetter, um «es» noch in Ordnung zu bringen
Tipp fürs Wochenende
Es wird das ganze Wochenende regnen. Der perfekte Zeitpunkt, um sich mit dem zu beschäftigen, was Sie schon lange machen wollten: entrümpeln.
Wer will schon das neue Jahr mit Altlasten beginnen. Klar, bis Silvester dauert es noch mehr als einen Monat. Aber dieses Wochenende wird es unaufhörlich regnen. Der perfekte Zeitpunkt also, sich dem zu widmen, was Sie schon das ganze Jahr machen wollten. Entrümpeln Sie Ihre Garage, räumen Sie den Estrich auf oder misten Sie endlich den Schrank aus, welchen Sie so ungerne öffnen.
Wieso jetzt? Bald beginnt die Adventszeit. Das heisst Deko aufstellen, an Firmenanlässen teilnehmen, Geschenke besorgen, die Familie besuchen. Und auch Ihre Freundinnen und Freunde werden beim Glühwein Ihre Zeit in Anspruch nehmen wollen. Ihr Zukunfts-Ich wird es Ihnen danken.
Bringen Sie sich in Stimmung
Entrümpeln ist langweilig. Bringen Sie sich also in Stimmung. Legen Sie Ihre Lieblingsplatte auf, schalten Sie Ihren Radiosender des Vertrauens ein oder hören Sie Podcasts.
Ein Tipp: das Hörbuch «Die Zeit, die Zeit» von Martin Suter. Es ist spannend und geht ganze zehn Stunden, also kein lästiges Umschalten.
Machen Sie sich ausserdem eine To-do-Liste. So verschaffen Sie sich einen Überblick. Vor allem ist es endlos befriedigend, wenn Sie erledigte Aufgaben abstreichen können.
Räumen Sie auf
Es ist, wie es ist – aufwendig und ein bisschen nervig. Finden Sie sich also einfach damit ab. Sobald Sie losgelegt haben, wird es Ihnen leichtfallen. Sie werden schon sehen.
Beziehen Sie sich, wenn Sie wollen, auf Entrümpelungstechniken wie etwa von der japanischen Aufräumexpertin Marie Kondo. Sie meint, man solle nach Kategorien wie Kleidern, Büchern, Dokumenten aufräumen und nicht nach Zimmern. Stellen Sie daher nicht die ganze Küche infrage, wenn es doch nur um einen Einbauschrank geht. Aber vergessen Sie nicht, dass Sie die Expertin oder der Experte in Ihrem Chaos sind.
Denken Sie kurz voraus
Damit Sie nicht dem Konsumwahn verfallen, machen Sie doch Ihre Weihnachtsgeschenke dieses Jahr selbst. Dinge zum Essen oder Trinken kommen immer sehr gut an. Vor allem, weil diese nicht irgendwo verstauben. Achten Sie also beim Entrümpeln auf Dinge, die Sie fürs Verschenken brauchen könnten.
Kaufen Sie beispielsweise keine Einmachgläser, die haben Sie bereits zu Hause. Darin können Sie selbst gefertigte Saucen und Süsses verschenken. Und bemalte Zeitungen eignen sich hervorragend als Geschenkpapier.
Verschenken Sie auf keinen Fall unbrauchbare Dinge. Aber es kann natürlich sein, dass Sie beim Ausmisten auf etwas stossen, das in einem anderen Zuhause oft und gerne genutzt wird.
Verschenken Sie den unbenutzten Kerzenständer, der Ihnen Ihr Schwiegervater damals geschenkt hat. Er konnte ja nicht ahnen, dass Sie nie Kerzen zu Hause haben. Schon haben Sie eine Besorgung weniger zu machen.
Seien Sie nicht zu streng
Wenn Sie noch nicht so geübt sind, dann werden Sie an Dingen festhalten wollen, die Sie eigentlich schon längst hätten entsorgen müssen. Seien Sie nicht all zu streng mit sich selbst. Es geht nicht darum, traurig in einem leeren Zuhause zu stehen. Wenn etwas einen sentimentalen Wert hat, dann behalten Sie es.
Aber seien Sie ehrlich: Brauchen Sie es? Benutzen Sie es überhaupt? Oder hatten Sie eigentlich schon lange vergessen, dass Sie es besitzen?
Entscheiden Sie im Zweifelsfall pragmatisch. Entsorgen Sie die Angelrute, die schon seit zehn Jahren herumsteht. Nur weil Sie die Rute los sind, wird Sie das nicht davon abhalten, irgendwann dann doch zu angeln.
Und dann entsorgen Sie alles
Vielleicht wollen Sie Dinge loswerden, die andere gebrauchen können. Geben Sie Ihrem Ungenutzten eine zweite Chance – dann tut es auch nicht so weh, sich davon zu trennen. Bringen Sie Gegenstände ins Brocki, spenden Sie Ihre Kleidung, stellen Sie Ihre Ware auf Tutti oder Ricardo.
Abfall gehört aber in den Abfall. Informieren Sie sich bei Ihrer Gemeinde, wo Sie Ihre Ware hinbringen können, oder suchen Sie auf dieser Karte nach Recycling-Stellen. Aber um Himmels willen trennen Sie sich endlich davon.
Belohnen Sie sich
Nachdem Sie Ihre To-do-Liste abgearbeitet haben, geniessen Sie den Erfolg und bestaunen Sie, was Sie geschafft haben. Jetzt können Sie die kommende Zeit für Besinnung ohne Klötze am Bein antreten.
