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Skilift Steig erhält einen neuen Ponylift

Eine Aufrüstung hätte sich nicht mehr gelohnt. Darum steht in Bäretswil in diesem Winter ein neuer Lift – trotz der tiefen Lage.

Ein neuer Ponylift für den Skilift Steig: Am Freitag wurde die Antriebsmaschine an ihren Bestimmungsort gehievt.

Foto: Elias Wirth

Skilift Steig erhält einen neuen Ponylift

Grossinvestition für Kleinskilift

Neue Skilifte werden im Zürcher Oberland nicht allzu oft aufgestellt. Der Bäretswiler Skilift Steig hat sich trotz zuletzt schneearmen Wintern dafür entschieden.

Pünktlich zum angekündigten ersten Schnee in tieferen Lagen an diesem Wochenende machen sich auch die Oberländer Skigebiete bereit für den kommenden Winter. Von Fischenthal bis Wald stehen in diesen Tagen die ersten Vorbereitungsarbeiten an. Erste Schwünge können die Skifans voraussichtlich aber erst ab Dezember in den Schnee zaubern.

Besonders viel Aufwand betreibt in diesem Jahr die Skilift-Genossenschaft Steig in Bäretswil. Sie schafft auf den Saisonstart hin einen neuen Ponylift an. Am Freitagvormittag haben ihn die Betreiber beim Hersteller in der Region Thun abgeholt. Dieser hatte das Occasionsmodell mit Baujahr 2008 zurückgekauft und instand gesetzt. Bisher stand der Lift in einem Skigebiet im Wallis.

Haltenoppen statt Bügel

Seit den 1990er Jahren hatte der alte Lift mit Jahrgang 1973 Generationen von Kindern erste Rutschversuche auf den Ski erlaubt. Jetzt hat er ausgedient – die Elektronik wäre nicht mehr zugelassen worden. Der neue Lift soll künftig als «Grizzly-Express» die kleinen und grossen Skifahrerinnen und -fahrer vom Skibeizli zur Mittelstation befördern.

Statt der bisherigen Bügel an einem Drahtseil hat der neue Lift Haltenoppen an einem Kunststoffseil. Zudem ist die Geschwindigkeit verstellbar. Sven Hüppi, Vorstandsmitglied der Skilift-Genossenschaft, sieht besonders darin einen zusätzlichen Mehrwert: «Der neue Lift ist kinderfreundlicher als das alte Modell.»

Finanzierung mit Spenden

Für die Genossenschaft bedeutet die Anschaffung allerdings ein grosses Investment. 45’000 Franken kostet sie. Dies in einer Zeit grosser Unsicherheit für die tiefer gelegenen Skigebiete. Im letzten Jahr konnte im Steig gerade mal an drei Tagen Ski gefahren werden – und dies nur dank Eisabrieb aus der Bäretswiler Eishalle.

Vier Männer stehen vor einem Skilifthäuschen.
Die Vorstandsmitglieder der Genossenschaft haben am Freitag angepackt (von links): Vizepräsident Urs Kümin, Sven Hüppi, Patrick Fey und Ramon Hauser.

Sven Hüppi bleibt trotzdem zuversichtlich. «Den Leuten in der Umgebung ist der Lift wichtig», sagt er. Dies zeige auch die Spendensammlung, die die Genossenschaft lanciert habe, um einen Teil des Lifts zu finanzieren. Sie hätten bereits gute Rückmeldungen erhalten.

Lesen Sie in der nächsten Regionalwirtschaft-Beilage den Skilift-Report zum Saisonstart der Skilifte in der Region.

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