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Was ausser dem Repair-Café wird diesmal funktionieren?

Die Klimatage 2022 in Uster interessierten kaum. Nun steht die Veranstaltungsreihe zum zweiten Mal auf dem Programm. Aber anders.

Das Repair-Café gehört auch dieses Jahr wieder zum Programm der Klimatage in Uster. (Archiv)

Foto: Fabio Meier

Was ausser dem Repair-Café wird diesmal funktionieren?

Klimatage in Uster

Gebäude und Energie stehen im Fokus der Klimatage in Uster. Vom 28. Oktober bis 4. November finden verschiedene Anlässe zum Thema statt.

Es ist das zweite Mal, dass die Stadt Uster Klimatage durchführt. Die erste Ausgabe der Veranstaltungsreihe, die sich im Herbst 2022 mit Vermeiden und Rezyklieren von Abfall beschäftigte, stiess auf überschaubares Interesse seitens der Bevölkerung. Mit den Themen «Gebäude und Energie» hoffen die Verantwortlichen, mehr Interessierte an die Veranstaltungsreihe zu locken.

Man habe dieses Jahr weniger Anlässe geplant, sagt Nadine Freuler, Leiterin der Fachstelle Nachhaltigkeit bei der Stadt Uster. «Zudem haben wir Änderungen in der Kommunikation vorgenommen. Wir haben Inserate geschaltet und die Koordination mit anderen Veranstaltungen angepasst.»

Eine dieser anderen Veranstaltungen ist das Repair-Café am 28. Oktober von 10 bis 15 Uhr auf dem Zeughausareal, das den Auftakt zu den Klimatagen macht. Defekte Gegenstände können mitgebracht und vor Ort zusammen mit Fachpersonen repariert werden. Eine Annahme ist nur bis 14 Uhr möglich, damit die mitgebrachten Gegenstände rechtzeitig repariert werden. Das Angebot ist kostenlos.

Das Repair-Café existiert in Uster seit 2016, im letzten Jahr wurde es mit Erfolg in die Klimatage integriert. Insgesamt 170 Geräte, Kleider und Möbel wurden damals repariert und instand gesetzt – und die entsprechende Menge Abfall vermieden.

Führungen in der Wärmezentrale Uster Nord und im «Nest» Dübendorf

Gespannt ist man auf die Führungen, die vor einem Jahr kaum Interessierte anzulocken vermochten.

Am 30. Oktober bietet die Energie Uster AG zwei Führungen durch die Wärmezentrale Uster Nord an. Besuchende erhalten neben vielen Hintergrundinformationen einen Einblick in die Fernwärme-Zentrale. Die beiden Führungen beginnen um 19 und um 20 Uhr. Interessierte treffen sich vor der Wärmezentrale an der Feldhofstrasse 3.

Im «Nest», dem modularen Forschungs- und Innovationsgebäude in Dübendorf, werden neue Technologien und Materialien im Gebäudebereich getestet und weiterentwickelt. Bei der Führung am 1. November wird gezeigt, was aus baulicher Sicht bei der Kreislaufwirtschaft und Gebäudetechnik bereits möglich ist und wohin die Entwicklung gehen könnte. Die Führung beginnt um 16 Uhr und dauert eine Stunde. Interessierte treffen sich vor dem «Nest» an der Eduard-Amstutz-Strasse in Dübendorf.

Info-Anlass mit Architektur-, Bau- und Energiefachleuten

Die Klimatage enden mit einem Info-Anlass zu den Themen Sanieren, Weiterbauen, Wärmedämmung und Heizungsersatz. Architektur-, Bau- und Energiefachleute informieren am 4. November im Stadthaus West über Handlungsoptionen und Förderangebote. Die Stadt Uster unterstützt damit Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer bei der Umsetzung konkreter Massnahmen. Interessierte können sich hier anmelden.

Sechs Menschen von hinten, die über einen grossen Platz gehen. Im Hintergrund sind Komposthügel zu sehen.
An den Klimatagen 2022 vermochten die verschiedenen Führungen nur wenige Interessierte anzuziehen. Hier eine Führung zum Thema Kompost. (Archiv)

Bis 2050 klimaneutral

Die Stadt Uster hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2050 «Netto Null» bei Treibhausgasemissionen zu erreichen. Ausserdem soll der Energie- und Ressourcenverbrauch in der drittgrössten Stadt des Kantons schrittweise reduziert werden. Mit den Klimatagen greift Uster zudem Forderungen aus dem 2021 durchgeführten Bürgerpanel auf.

Dass die Klimatage und Klimawochen mehr Menschen anziehen müssen, um eine Daseinsberechtigung zu haben, steht ausser Frage. «Wir werden das ganz sicher im Auge behalten und nichts durchstieren, das in der Bevölkerung nicht auf Anklang stösst», sagt Nadine Freuler. Dass die zweiten Klimatage Uster schon die letzten sein könnten, weist sie von sich: «Aktuell sind wir noch an einem Punkt, an dem wir ausprobieren, was funktioniert und was nicht. Erfahrungsgemäss braucht es jeweils mehrere Anläufe, bis sich so etwas ein bisschen etabliert und bekannt ist.»

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