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Fällanden verrechnet mehr als eine Million Franken Steuern zu viel

Wegen eines Fehlers ist die provisorische Steuerrechnung der Fällander zu hoch. Die Verantwortlichen entschuldigen sich.

Wer zu viel bezahlt hat, bekommt dafür Zins.

Foto: Christian Merz

Fällanden verrechnet mehr als eine Million Franken Steuern zu viel

Steuersenkung vergessen

Die Gemeinde Fällanden hat mit einem falschen Steuerfuss gerechnet. Bekommen die Steuerpflichtigen jetzt Geld zurück?

 

«Wir entschuldigen uns für diesen Fehler», heisst es in einer Medienmitteilung der Gemeinde Fällanden. Grund dafür ist der Umstand, dass die von der Verwaltung verschickten provisorischen Steuerrechnungen 2023 auf einem falschen Steuerfuss basieren.

So wurde nicht berücksichtigt, dass die Gemeindeversammlung im November 2022 den Steuerfuss für das aktuelle Jahr von 103 auf 99 Prozent gesenkt hat. Gemäss Gemeindeschreiberin Leta Bezzola wurden damit total 1,2 Millionen Franken zu viel verrechnet.

Heruntergerechnet auf den einzelnen Steuerpflichtigen, bedeutet dies bei einem steuerbaren Einkommen von 85'000 Franken mit dem Verheiratetentarif eine Differenz von rund 150 Franken. Mit dem Grundtarif sind es laut Mitteilung 50 Franken mehr.

Es gibt Zins

«Der Fehler wurde infolge von statistischen Auswertungen verwaltungsintern festgestellt», so Bezzola. Reklamationen beziehungsweise Rückmeldungen von Steuerpflichtigen seien keine eingegangen. Noch ist laut Bezzola nicht klar, wie es zu dem Fehler kommen konnte. «Aufgrund von Ferienabwesenheiten können wir hierzu noch keine Antwort geben.»

Eine Korrektur der provisorischen Steuerrechnungen erfolgt mit der definitiven Schlussrechnung. Sämtliche Zahlungen würden angerechnet und valutagenau verzinst – ein allfälliges Schlussguthaben werde mit 0,25 Prozent verzinst, so Bezzola. Dabei stützt sich die Gemeinde Fällanden auf den Zürcher Regierungsrat, der die Zinsen sowie deren Berechnung für die Staats- und Gemeindesteuern festlegt.

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