Maur verhängt Lastwagenverbot auf Eggstrasse
Reaktion auf Schleichverkehr
Nach Protesten durch die Anwohner reagiert die Gemeinde Maur. Sie verbannt die Lastwagen von der Quartierstrasse.
Ab sofort dürfen auf der Eggstrasse in Maur keine Lastwagen mehr fahren. Die Gemeinde reagiert damit auf Forderungen von Anwohnerinnen und Anwohnern, die sich gegen den Schleichverkehr auf der schmalen Quartierstrasse wehren. In der vergangenen Woche hatten sie mit Transparenten und einer Petition auf ihren Unmut aufmerksam gemacht.
Grund für den Ärger sind die Auswirkungen durch die Sanierung der Aeschstrasse auf der Forch. Eigentlich wäre eine offizielle Umfahrung signalisiert, doch viele Autofahrer nehmen die kürzere Strecke über die Eggstrasse. Seit einem halben Jahr wälzt sich deshalb der Durchgangsverkehr durch das sonst beschauliche Quartier bei der reformierten Kirche.
Mit der dreiwöchigen Vollsperrung der Aeschstrasse ab diesem Montag drohte die Situation weiter zu eskalieren. Die Botschaft der Anwohner kam aber bei der Gemeinde an. Der Gemeinderat nehme die Sorgen ernst, sagte Gemeindeschreiber Christoph Bless schon letzte Woche und stellte mögliche Massnahmen in Aussicht.
Nun folgt mit dem Lastwagenverbot der konkrete Schritt. Das Verbot gilt ab der Ausfahrt Hinteregg der Forchautobahn bis zur Einmündung der Eggstrasse in die Rellikonstrasse. Zusätzlich sind auch auf der Bachlenstrasse keine Lastwagen mehr erlaubt.
Damit will die Gemeinde unerwünschten Wendemanövern vorbeugen, wie sie schreibt. Landwirtschaftlicher Verkehr und Zubringerdienste sind ausgenommen.
Keine weiteren Massnahmen
«Das Lastwagenverbot hilft, die Situation zu entspannen», zeigt sich Gemeindeschreiber Christoph Bless zuversichtlich. Weitere Massnahmen sind derzeit nicht geplant.
«Wir haben an der Eggstrasse bereits viel gemacht», sagt Bless. Es gilt bereits jetzt Tempo 30, verkehrsberuhigende Elemente sind verbaut. Der nächste Schritt wäre ein Einbahnregime während der Vollsperrung der Aeschstrasse.
Das Lastwagenverbot gilt vorläufig bis zum Ende der Bauzeit auf der Aeschstrasse. Möglicherweise wird es gemäss Christoph Bless aber sogar darüber hinaus verlängert. Entsprechende Abklärungen laufen.
Die Gemeinde lasse derzeit mit einem Gutachten durch Fachspezialisten eine längerfristige Aufrechterhaltung sowie allfällige weitere Massnahmen prüfen. Das Anliegen wurde als dringlich platziert.
