Rütner Rosenkavalier über Liebe, Ladys und Lieder
Ein Treffen mit dem Bachelor
Wir haben ihn getroffen – den neuen Bachelor Fabrizio Behrens aus Rüti. Der ehemalige Junggeselle mit brasilianischen Wurzeln gibt einen Einblick in sein Leben während des «Bachelor» und davor.
«Hoi, ich bi de Fabrizio!», sagt er, als er den Raum betritt. Fabrizio Behrens, so heisst er, der neue Bachelor. Er ist gut gelaunt, wirkt souverän; das ist nicht sein erstes Interview.
Gute Eigenschaften, Lieblingslieder und Sendungs-PR – nicht in unserem Fragenhagel. Fabrizio Behrens stellt sich den etwas anderen Fragen.
An die Kameras ist er bereits gewöhnt, denn seit wenigen Wochen ist er zurück aus Thailand. Auf Koh Samui, einer thailändischen Insel, haben die Dreharbeiten für die Sendung «Der Bachelor» stattgefunden. Dort hat der ehemalige Junggeselle aus Rüti fünf Wochen verbracht – begleitet von rund 20 Frauen und einem Kamerateam.
In Challenges, Spielen, Gruppen- und Einzeldates musste er sich letztlich für eine von den 20 «Ladys» entscheiden – und ihr die heiss begehrte letzte Rose überreichen. «Ich bin zuversichtlich, die richtige Frau gewählt zu haben», sagt er. Mehr darf er dazu nicht sagen – die Sendung startet nämlich erst in gut zwei Wochen, am 16. Oktober.
Zwischen Gentleman und Badboy
Warum er seine Traumfrau bisher auf dem traditionellen Weg nicht gefunden hat, weiss er nicht so genau. «Ich war halt im Alltag, bin von zu Hause zur Arbeit, danach wieder zurück nach Hause», sagt er. Auf Dating-Apps verzichte er, Menschen erlebe er lieber in echt. Ausserdem ist der 33-Jährige Vater einer 6-jährigen Tochter. Da bleibe im Alltag wenig Zeit, sich um die grosse Liebe zu kümmern.
Dass die Liebe an den verrücktesten Orten auf einen warten kann, daran glaubt der ehemalige Junggeselle. «Ich bin per Zufall darauf gekommen, beim ‹Bachelor› mitzumachen, und musste mir das auch länger überlegen», sagt er. Aber er sei offen für Abenteuer. Und das habe er auch bekommen – den Blick hinter die Kulissen einer Fernsehproduktion, jede Menge hübscher Ladys, fünf Wochen im Paradies.
Ich bin immer offen für Abenteuer.
Fabrizio Behrens
der neue Bachelor
Doch nicht alles ist nur Sonnenschein – denn Fabrizio musste in Thailand nicht nur rund 20 Frauen, sondern auch sich selbst neu kennenlernen. «Das war eine ganz neue Situation. Ich musste lernen, meine Emotionen zu kontrollieren, cool zu bleiben. Das fiel mir manchmal schwer», sagt der 33-Jährige.
Er sei impulsiv, ehrlich und temperamentvoll, bringe aus seiner Sicht ein gesundes Gesamtpaket mit – davon könne man sich ja dann ab dem 16. Oktober selbst überzeugen. Langweilig werde es sicher nicht. Fabrizio beschreibt sich selbst als eine Mischung aus Gentleman und Badboy – was auch eine Anspielung auf seine musikalische Karriere sein könnte.
Von Wetzikons Strassen ins Schweizer Fernsehen
Behrens sieht sich nicht als Rapper, sondern als musikalischen Künstler. Alias Bicho Maluko hat er bereits mehrere Lieder veröffentlicht. «Da darf man sich bald auf Neues freuen», sagt der Rosenkavalier. In seiner Wohngemeinde Rüti arbeite er mit einem Produzenten zusammen, könne dort gleich seine Lieder aufnehmen. Die Frage, ob er auch beim Format «Der Bachelor» mitgemacht habe, um seiner musikalischen Karriere nachzuhelfen, verneint er. Daran habe er gar nicht gedacht.
Das Thema Musik habe ihn immer schon begleitet, vor allem auch wegen seiner brasilianischen Wurzeln. «Mein Tag beginnt mit brasilianischer Musik», sagt er. Das Tanzen, das Essen, das Temperament, die Leidenschaft – das nehme er aus der brasilianischen Kultur mit in sein Leben.
Für die Dreharbeiten und die darauffolgende Zeit hat er sich eine berufliche Pause genommen. Zuvor war er als Disponent am Zürcher Universitätsspital tätig. Jetzt konzentriert er sich auf die aufregende Zeit, die noch vor ihm liegt – Interviewtermine, Public Viewings und Talkshows.
Bleibt zu hoffen, dass die junge Beziehung mit der angebeteten Auserwählten diese fordernde Zeit übersteht; bis zum Finale und zur damit einhergehenden «Freiheit», endlich offen zueinander stehen zu können, dauert es noch eine ganze Weile.
Glücklicherweise kann er seine Gedanken und Gefühle zwischenzeitlich in neue Lieder und Musikprojekte stecken – und hat damit vielleicht langfristig Erfolg. Denn im nächsten Jahr wird bereits jemand anderes der heiss begehrte Junggeselle sein, der fröhlich Rosen verteilt und vor der Kamera nach der grossen Liebe sucht.
