Aufgewachsen auf dem Campingplatz Auslikon, der bald für immer schliesst
Frust sitzt tief – Erinnerung bleibt
Ende Jahr ist Schluss mit dem Campingplatz Auslikon. Für Willi Wohlgemuth, Präsident des Zeltklubs Zürichsee-Oberland, geht damit ein Lebensabschnitt zu Ende.
Es ist kurz nach neun Uhr an einem der letzten schönen Sommermorgen im September. Das Gras ist von Tautröpfchen übersät, die Vögel singen, was das Zeug hält, ein Eichhörnchen huscht über den kleinen Weg zwischen den Stellplätzen auf dem Campingplatz Auslikon.
Viele dieser Plätze sind bereits geräumt, an einem älteren Modell hängt ein Zettel mit der Aufschrift «Wohnwagen gratis abzugeben». Es sind die Vorboten eines speziellen Saisonabschlusses: Im nächsten Jahr wird der Campingplatz nicht mehr öffnen.
Willi Wohlgemuth steht vor einem der geräumten Plätze. Bis vor zwei Wochen war hier auch noch sein Wohnwagen aufgestellt. Er lässt den Blick über die verbleibenden Camper und das angrenzende Schutzgebiet streifen. Er seufzt. «Es ist einfach wunderschön hier.»

