In Sri Lanka droht ihm Gefahr – trotzdem musste er zurück
Bäretswil war seine Hoffnung
Auch die gesammelten Unterschriften der Reformierten Kirche halfen nicht weiter: Ein Asylsuchender musste trotz drohender Mafia zurück in sein Heimatland.
24. Juli 2023: Trügerische Idylle im Kirchgemeindehaus Bäretswil. Cheran Prasad fragt höflich in die Runde, wer einen Kaffee möchte: «Mit Rähmli oder mit Zucker?» Seinen richtigen Namen möchte er nicht in der Zeitung lesen, denn das könnte ihn in Gefahr bringen. «Ich weiss nicht, ob ich noch ein Leben habe in meiner Heimat», sagt er in gebrochenem Deutsch.
Vor sechs Jahren ist der 34-Jährige in die Schweiz geflüchtet. Seine erste Station war Zürich-Altstetten. Danach kam er nach Bäretswil – dort konnte er seit 2022 bei einem Ehepaar privat wohnen.
Er fliegt jetzt unter sogenannter freiwilliger Rückkehr zurück.
Michael Bärtschi
Sigrist der Reformierten Kirche Bäretswil
