Bezirk Hinwil

Bezirk Pfäffikon

Bezirk Uster

Tösstal

Themen

Specials

Services

ZO Portale

Abo

Gesellschaft

Gerichtsgebäude soll zu Bezirksanlage anwachsen

Heute verstreut in ganz Uster, in zehn Jahren alles zentriert rund um das alte Bezirksgerichtsgebäude: Der Kanton will Justiz, Polizei und Beratungsangebote unter ein Dach bringen.

Das unter Denkmalschutz stehende Hauptgebäude des Bezirksgerichts Uster wird beim geplanten Umbau bestehen bleiben.

Foto: Christian Brändli

Gerichtsgebäude soll zu Bezirksanlage anwachsen

Ausbaupläne in Uster

Die Räumlichkeiten des Kantons in Uster werden zentriert. Polizei, Staatsanwaltschaft, Notariat und Beratungsangebote sollen Platz beim Bezirksgericht finden.

Gross und erhaben steht das Gebäude seit 1915 im Ustermer Zentrum. Mit der Ruhe ist es jedoch seit einiger Zeit vorbei, wird doch in nächster Nähe ein neues Stadtquartier hochgezogen. Bis Mitte 2025 wird dort auch ein neuer Platz erstellt.

Ansicht der Baustelle beim geplanten Gerichtsplatz: links das Einkaufszentrum Illuster, unter dem Kran rechts das Bezirksgerichtsgebäude.
Eine grosse Baustelle rund um das Bezirksgericht (unter dem rechten Kran): Bis das Gerichtsgebäude selbst erweitert wird, dauert es allerdings noch eine Weile.

An diese Fläche, die den Namen Gerichtsplatz tragen wird, soll auch das namensgebende Gebäude stossen. Bis es so weit ist, wird aber noch einige Zeit vergehen: Frühestens 2034 wird gemäss Markus Pfanner von der Medienstelle der kantonalen Baudirektion das zur Bezirksanlage erweiterte Gerichtsgebäude eröffnet.

Heute verstreut, dereinst zentral

Im Komplex sollen dereinst die heute verstreut in Uster liegenden kantonalen Abteilungen wieder zusammenfinden.

Dazu gehören neben dem Bezirksgericht das Notariat, das Statthalteramt respektive der Bezirksrat, dann aber auch das Berufsinformationszentrum, das Kinder- und Jugendhilfezentrum, das regionale Arbeitsvermittlungszentrum und nicht zuletzt die Kantonspolizei sowie die Jugend- und die Staatsanwaltschaft.

Eingang zum 1915 eröffneten Gebäude des Bezirksgerichts Uster.
Eingang zum 1915 eröffneten Gebäude des Bezirksgerichts Uster. Dieses wird auch bei einer Erweiterung erhalten bleiben.

«Diese Standorte erfüllen die heutigen Anforderungen nicht, welche die kantonale Verwaltung benötigt, um ihre Dienstleistungen für die Menschen im Kanton Zürich optimal erfüllen zu können», meint Pfanner.

Unter anderem steige wegen des Bevölkerungswachstums der Raumbedarf. Hinzu kämen aber auch sich ändernde Sicherheitsbedürfnisse. Und letztlich seien durch die dezentrale Lage die Betriebsabläufe erschwert.

Kantonspolizei muss wieder zügeln

Kantonspolizei und Staatsanwaltschaft waren erst 2007 aus dem Bezirksgerichtsgebäude aufs ehemalige Zellweger-Areal nach Niederuster weggezogen. Das unter Platznot leidende Gericht brauchte die Räume selbst. Damals wurden für 2,8 Millionen Franken unter anderem vier neue Gerichtssäle eingerichtet und der ganze Eingangsbereich neu gestaltet.

Nun also sollen diese beiden Dienste, nach den Plänen des Kantons, wieder an die Gerichtsstrasse zurückkehren. Dies allerdings nicht in den Anbau zum Bezirksgericht, der in den 1970er Jahren entstand.

Dieser Osttrakt soll nämlich wie die Anbauten, die damals die Gefängnishofmauer ersetzten, abgerissen werden. An deren Stelle sollen mehrere neue Gebäudeteile entstehen. Erhalten bleibt einzig das denkmalgeschützte, historische Gerichtsgebäude aus dem Jahr 1915.

Zunächst eine Machbarkeitsstudie

Laut Pfanner ist das Projekt zur Instandsetzung und Erweiterung der Bezirksanlage Uster eben erst gestartet. In einem ersten Schritt wird eine Machbarkeitsstudie erarbeitet.

Diese soll Auskunft über den Umfang des Projekts geben und verschiedene Projektvarianten enthalten, aber auch die Grenzen des Machbaren aufzeigen – etwa in rechtlicher, technischer, organisatorischer, städtebaulicher und wirtschaftlicher Hinsicht.

Die Machbarkeitsstudie dürfte im ersten Quartal 2024 abgeschlossen werden. Danach folgt ein Wettbewerbsverfahren. Ist dann das Siegerprojekt erkoren, beginnt die Projektierung.

Baubeginn ab 2029 möglich

Pfanner rechnet damit, dass dies ab 2025 der Fall sein wird. Danach werden die Kosten des Projekts im Detail ausgerechnet, die die Grundlage für den Objektkredit bilden.

Das Ustermer Bezirksgebäude mit Bezirksgericht und ehemaligem Gefängnis.
Ein Bild aus vergangenen Tagen: Hinter dem Bezirksgerichtsgebäude gab es einen grossen Parkplatz. Auf der Aufnahme zu sehen ist auch der Anbau, der anstelle der früheren Gefängnismauer erstellt wurde. Dieser Anbau soll im Rahmen der geplanten Erweiterung abgerissen werden.

Der Kommunikationsberater meint, dass ab 2029 mit dem Baubeginn gerechnet werden kann. Die Bauzeit ist auf rund fünf Jahre veranschlagt. Damit dürfte es also noch eine ganze Weile gehen, bis auch die zweite Seite des Gerichtsplatzes von Gebäuden gesäumt wird.

Abo

Möchten Sie weiterlesen?

Liebe Leserin, lieber Leser

Nichts ist gratis im Leben, auch nicht Qualitätsjournalismus aus der Region. Wir liefern Ihnen Tag für Tag relevante Informationen aus Ihrer Region, wir wollen Ihnen die vielen Facetten des Alltagslebens zeigen und wir versuchen, Zusammenhänge und gesellschaftliche Probleme zu beleuchten. Sie können unsere Arbeit unterstützen mit einem Kauf unserer Abos. Vielen Dank!

Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

Sie sind bereits Abonnent? Dann melden Sie sich hier an

Digital-Abo

Mit dem Digital-Abo profitieren Sie von vielen Vorteilen und können die Inhalte auf zueriost.ch uneingeschränkt nutzen.

Sind Sie bereits angemeldet und sehen trotzdem nicht den gesamten Artikel?

Dann lösen Sie hier ein aktuelles Abo.

Fehler gefunden?

Jetzt melden.

Kontakt

Inserieren

Abo

Services

Über uns