Am Ustermer Seeufer werden 85 Bäume gerodet
Eschensterben am Greifensee
Mehrere Eschen am Ufer des Greifensees sind vom Pilz befallen. Die Stadt Uster muss deshalb weitere Bäume zwischen Niederuster und Badi Greifensee roden.
Zwischen dem Pumpwerk Niederuster und der Seebadeanlage Greifensee muss die Stadt Uster erneut Bäume fällen – ganze 85 Stück. «Das klingt nach viel, aber da sind auch jüngere Bäume mit nur 10 Zentimetern Durchmesser dabei, sagt Ruben Menzi. Der Stadtförster von Uster musste nun wieder einen Auftrag zum Holzschnitt erteilen.
Der Pilzbefall ist eingeschleppt
Der Grund ist das sogenannte Eschentriebsterben oder die sogenannte Eschenwelke: Diese eingeführte Pilzkrankheit aus Ostasien führt zu einer Schwächung der befallenen Esche.
Innert kurzer Zeit werden Äste und ganze Kronenteile dürr. Diese können abbrechen. Dadurch stellen diese Bäume ein erhebliches Risiko für die Bevölkerung dar.
«Schon im Dezember 2022 ist ein erster Baum umgefallen», sagt Menzi. Er führte deshalb schon im Februar und März 2023 einen ersten Holzschlag durch – die Sicherheit der Bevölkerung stand im Vordergrund. «Wir haben damals alle laublosen Bäume gefällt.» Das hat nicht gereicht.





Jetzt müssen weitere Bäume gerodet werden: Die Arbeiten dauern von Montag, 17., bis Donnerstag, 20. Juli. Während der Fällarbeiten sind einzelne Wegabschnitte gesperrt. Vor zehn Tagen habe man die befallenen Bäume entdeckt. Es sei wichtig, dass man nun schnell handeln könne.
Das ist kein schönes Erlebnis, so schnell so viele Bäume sterben zu sehen.
Ruben Menzi
Stadtförster von Uster
Nebst den betroffenen Eschen werden ebenfalls aus Sicherheitsgründen auch Birken und Erlen gefällt. «Der Wasserspiegel des Greifensees ist in den letzten Jahren deutlich gesunken», Menzi vermutet, dass wegen der Trockenheit nun auch diese Bäume sterben.
«Das ist kein schönes Erlebnis, so schnell so viele Bäume sterben zu sehen», sagt er. Für die gefällte Birke am Seeweg plant die Stadt Uster im Herbst eine Ersatzpflanzung. «Wir werden in Zukunft wohl klimaresistentere Bäume anpflanzen müssen», sagt Menzi.
Das Gewitter als Test
Das Gewitter in den letzten Tagen sei für die Sicherheit der Bevölkerung fast ein Glücksfall gewesen. «So wurden die Bäume auf ihre jetzige Standhaftigkeit getestet.» Einige seien dabei schon umgefallen.
Die Gäste am Ustermer Hafen und auf der Liegewiese sind aufgefordert, achtsam zu sein: Man sollte nicht direkt unter einem toten Baum Schatten suchen. «Es wäre fahrlässig, sich unter einem abgestorbenen Baum aufzuhalten», sagt Menzi.
Holzschnitt startet am nächsten Montag
Die Arbeiten dauern von Montag, 17., bis Donnerstag, 20. Juli. Während der Fällarbeiten sind einzelne Wegabschnitte gesperrt. Die Ustermer Bevölkerung wird gebeten, die Anweisungen des Forstpersonals zu beachten.
