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Ade, Ustermer Rosengarten

Das sagt die Betriebsleiterin zum Umzug des Gesundheitszentrums von Uster nach Zürich.

Irene Thenen hat den Umzug organisiert. Jetzt geht sie in Frühpension.

Foto: Eleanor Rutman

Ade, Ustermer Rosengarten

Umzug Alterszentrum Rosengarten

Irene Thenen hat 13 Jahre lang das Gesundheitszentrum Rosengarten geleitet: Mit dem Umzug nach Zürich geht sie in Pension. Ein Abschied.

Als Betriebsleiterin eines Altersheims erlebt Irene Thenen einen radikalen Abschluss: Innerhalb von drei Monaten zogen die letzten 25 Bewohnerinnen und Bewohner aus. Die Letzten siedeln diese Wochen nach Zürich um, andere sind schon längst in einem Altersheim in Uster untergekommen. Diejenigen, die bleiben wollten, haben schon seit ein paar Monaten einen Platz gefunden.

Die 63-Jährige nutzt diese Gelegenheit, um in Pension zu gehen. Im Interview erzählt Thenen, wie sie den Umzug und das Abschiednehmen erlebt.

Irene Thenen, warum zieht das Gesundheitszentrum Rosengarten überhaupt zurück nach Zürich?

Irene Thenen: Momentan besteht ein Überangebot in der Altersbetreuung und -pflege, denn viele ältere Menschen bleiben länger zu Hause. Bereits vor einigen Jahren fiel deswegen der strategische Entscheid, die Plätze aller Alterszentren von ausserhalb der Stadt Zürich zurück ins Stadtgebiet zu verlegen. Das Gesundheitszentrum Rosengarten in Uster ist neben dem Gesundheitszentrum Rebwies in Zollikon das letzte städtische Gesundheitszentrum ausserhalb der Stadt Zürich. Der Standort Rebwies liegt jedoch direkt an der Stadtgrenze und gilt deshalb quasi als städtischer Standort, deshalb bleibt dieser bestehen.

Wieso hat die Stadt Zürich damals Pflegezentren und Altersheime auf dem Land in Betrieb genommen?

Die ehemalige Stadträtin Emilie Lieberherr hat in den 1970er Jahren den Bau von vielen Pflegezentren vorangetrieben. Man ging damals davon aus, dass ältere Menschen gerne in ländlicheren Orten leben. Darum sind viele der Häuser damals ausserhalb von Zürich gebaut worden: so auch der Rosengarten in Uster.

Wie ist das für Sie, nun so radikal abzuschliessen?

Dass wir nun ‹zurück› in die Stadt Zürich ziehen, ist ein politischer Entscheid, diesen gilt es zu akzeptieren. Für mich fühlt es sich stimmig an. Mein Werk ist getan, für mich folgt nun ein neuer Lebensabschnitt. Es hätte sich für mich nicht richtig angefühlt, für die letzten beiden Jahre nochmals an einem neuen Ort anzufangen.

Die Stadt Uster mietet sich ab September in die Liegenschaft Rosengarten ein – und wird das Haus für Asylsuchende zur Verfügung stellen. Wie finden Sie das?

Ich finde das eine gute Lösung. Ich bin es gewohnt, dass es lebendig ist im Haus, und freue mich, wenn es bald wieder mit Leben gefüllt ist und somit auch einen sinnvollen Zweck erfüllt.

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