Bezirk Hinwil

Bezirk Pfäffikon

Bezirk Uster

Tösstal

Themen

Specials

Services

ZO Portale

Abo

Gesellschaft

Wie Sie Rasen und Wiesen naturnah pflegen können

Wir haben 5 Tipps zusammengetragen, wie Sie mit zahlreichen Möglichkeiten zur Viel­falt der Natur beitragen können.

Blumenwiesen wirken besonders wild und leisten einen Beitrag zu mehr Biodiversität.

Foto: Barbara Leuthold Hasler, Stadt Illnau-Effretikon

Wie Sie Rasen und Wiesen naturnah pflegen können

Für mehr Biodiversität

Wir haben 5 Tipps zusammengetragen, wie Sie mit zahlreichen Möglichkeiten zur Viel­falt der Natur beitragen können.

Almut Berger

Mehr Biodiversität erreichen auf Rasenflächen – doch wie? Eine Frage, die viele Menschen im Siedlungsraum beschäftigt.

Wird die Grünfläche während vier bis fünf Stunden täglich für Spiel, Sport und Entspannung genutzt, ist ein Gebrauchsrasen sinnvoll. Bei geringerer Nutzung empfiehlt sich ein Blumenrasen. Für eine natürliche, wildere Optik sind Blumenwiesen oder Ruderalflächen ideal, für ein ruhiges Erscheinungsbild sind Blumenrasen die beste Wahl.

1. Gebrauchs- oder englischer Rasen

Optisch perfekt, aber kein Gewinn für die Natur: Englischer Rasen.
Optisch perfekt, aber kein Gewinn für die Natur: Englischer Rasen. (Symbol)

Aufgrund der intensiven Nutzung muss ein Gebrauchs- oder englischer Rasen regelmässig gemäht, bewässert, vertikutiert und gedüngt werden. Mit naturnaher Pflege kann erreicht werden, dass sich Wildkräuter und andere Gräserarten ansiedeln, die für mehr Vielfalt sorgen, ohne dass ein Nachteil für die Nutzung entsteht. Konkret bedeutet das:

  • weniger oft mähen, sprich 15- statt 25-mal pro Jahr
  • Mulchmähe einsetzen (düngt den Rasen direkt mit dem Schnittgut)
  • organischen Dünger verwenden, Menge reduzieren
  • auf Herbizide und Pestizide verzichten, Problempflanzen manuell entfernen
  • Blumeninseln in weniger genutzten Bereichen anlegen

2. Blumenrasen

Auf dem Blumenrasen kann ebenfalls gespielt und entspannt werden, er bietet gleichzeitig aber auch Nahrung für Insekten.
Auf dem Blumenrasen kann ebenfalls gespielt und entspannt werden, er bietet gleichzeitig aber auch Nahrung für Insekten.

Bei naturnaher Pflege kann aus einem Gebrauchs- ein Blumenrasen werden, was jedoch mehrere Jahre dauert. Neben schnittverträglichen und robusten Gräsern wachsen auch Blumen und Wildkräuter. 

  • 4- bis 6-mal pro Jahr mähen, Rückschnitt auf höchstens fünf Zentimeter Höhe
  • Schnittgut entfernen, da Mulch nährstoffreich ist
  • nicht düngen, wässern oder vertikutieren
  • keine Herbizide und Pestizide 

3. Blumenwiese

Eine Blumenwiese wie hier in einem Garten in Illnau verändert sich Woche um Woche und Jahr für Jahr.
Eine Blumenwiese wie hier in einem Garten in Illnau verändert sich Woche um Woche und Jahr für Jahr.

Eine Blumenwiese wird deutlich höher als ein Blumenrasen und sollte möglichst nicht betreten werden. In der Regel muss sie einmal neu angelegt werden. Dabei wird auf möglichst magerem Boden eine Mischung aus regionalen Pflanzen angesät.

  • 1- bis 3-mal pro Jahr mit Sense oder Balkenmäher schneiden
  • alternierend Abschnitte stehen lassen
  • geschnittenes Gras mehrmals wenden, dann abführen
  • nicht düngen oder bewässern
  • keine Herbizide oder Pestizide

4. Schotterrasen

Schotterrasen wie hier vor dem Schulhaus Hagen in Illnau sind ökologisch sinnvoller als beispielsweise asphaltierte Parkplätze.
Schotterrasen wie hier vor dem Schulhaus Hagen in Illnau sind ökologisch sinnvoller als beispielsweise asphaltierte Parkplätze.

Schotterrasen – nicht zu verwechseln mit Schottergärten – sind eine ökologische und befahrbare Alternative zu asphaltierten Flächen wie beispielsweise Parkplätzen. Sie werden auf versickerungsfähigen Böden aus Kies und Schotter angelegt und bieten niedrigen, anspruchslosen Gräsern, Kräutern sowie niedrigen Polsterpflanzen einen Lebensraum.

  • höchstens 1-mal pro Jahr mähen
  • invasive Neophyten entfernen, bevor sie sich versamen
  • Gehölzpflanzen entfernen
  • nicht düngen oder bewässern
  • kein Streusalz verwenden

5. Ruralfläche

Werden schnellwüchsige Pflanzen nicht entfernt, kann sich aus der Ruderalfläche mit der Zeit eine Magerwiese entwickeln.
Werden schnellwüchsige Pflanzen nicht entfernt, kann sich aus der Ruderalfläche mit der Zeit eine Magerwiese entwickeln.

Auf Ruderalflächen wächst eine Vielfalt von Pflanzen, die auch extreme Bedingungen wie Trockenheit, wenig Nährstoffe oder starke Sonneneinstrahlung aushalten. Voraussetzung sind magere, durchlässige Böden.  

  • nicht düngen oder bewässern
  • gelegentlich Pflanzen schneiden, aber nicht die gesamte Fläche mähen
  • Teilflächen frei von Pflanzen halten
  • regelmässig schnell wachsende, konkurrierende Pflanzen sowie invasive Neophyten entfernen
  • alle 2 bis 3 Jahre Wandkies oder lehmhaltigen Sand aufschütten

Abo

Möchten Sie weiterlesen?

Liebe Leserin, lieber Leser

Nichts ist gratis im Leben, auch nicht Qualitätsjournalismus aus der Region. Wir liefern Ihnen Tag für Tag relevante Informationen aus Ihrer Region, wir wollen Ihnen die vielen Facetten des Alltagslebens zeigen und wir versuchen, Zusammenhänge und gesellschaftliche Probleme zu beleuchten. Sie können unsere Arbeit unterstützen mit einem Kauf unserer Abos. Vielen Dank!

Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

Sie sind bereits Abonnent? Dann melden Sie sich hier an

Digital-Abo

Mit dem Digital-Abo profitieren Sie von vielen Vorteilen und können die Inhalte auf zueriost.ch uneingeschränkt nutzen.

Sind Sie bereits angemeldet und sehen trotzdem nicht den gesamten Artikel?

Dann lösen Sie hier ein aktuelles Abo.

Fehler gefunden?

Jetzt melden.

Kontakt

Inserieren

Abo

Services

Über uns