Illnau-Effretikon verleiht Auszeichnungen
Für besondere Leistungen
Mit dem Anerkennungs- und dem Jugendförderpreis zeichnet der Stadtrat jedes Jahr besondere Leistungen und Engagements aus. Das sind die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger.
Gesellschaftliche Leistungen und die Förderung der Biodiversität stehen in diesem Jahr im Fokus des Anerkennungspreises. Damit zeichnet die Stadt Illnau-Effretikon jährlich besondere Leistungen aus. Geehrt werden in diesem Jahr die Illnauerin Ruth Hildebrand und die Familie Renggli aus Seemerrüti.
Ruth Hildebrand ist Leiterin der Ortsvertretung von Pro Senectute Kanton Zürich. Sie koordiniert und organisiert mit ihrem Team die Angebote und Aktivitäten der Ortsvertretung Illnau-Effretikon. Der Stadtrat würdigt in seiner Mitteilung das grosse Engagement und die bemerkenswert unnachgiebige Gewissenhaftigkeit über Jahrzehnte.
Auch kulturell ist die Illnauerin aktiv. Seit 1984 gehört sie dem Verein Theater Illnau an, ist seit 33 Jahren in dessen Vorstand und präsidierte ihn bis im vergangenen November für 22 Jahre. Bereits bei der ersten Theateraufführung des Vereins war Hildebrand dabei.

Neben Ruth Hildebrand wird auch die Familie Renggli aus Seemerrüti mit dem Anerkennungspreis geehrt. Sandra und Werner Renggli haben sich seit Jahrzehnten der Biodiversität verschrieben. Über 450 Insekten, Amphibien und Reptilien können auf ihrem Grundstück nachgewiesen werden.
Einsatz für mehr Biodiversität
Ihre Erfahrung geben sie in Kursen weiter oder sie bieten Führungen für Forschende und Interessierte auf ihrem Privatgelände an. Zudem betreiben sie die Webseite ggnatur.ch, auf der sie über ihre Projekte informieren.
Anerkennungs- und Jugendförderpreis der Stadt Illnau-Effretikon
Die Stadt Illnau-Effretikon vergibt seit 1982 jährlich einen Anerkennungs- und Förderpreis. Ziel des Preises ist
die Förderung besonderer Kreativität und Eigeninitiative sowie die Anerkennung herausragender Leistungen von
Einzelpersonen und Gruppen. Die Projekte und Leistungen sollen einen direkten oder indirekten Beitrag zum
sozialen und kulturellen Leben, zur Umwelt oder zur Stärkung des Standorts Illnau-Effretikon leisten.
Begleitend dazu verleiht die Stadt bereits zum zehnten Mal den Jugendförderpreis. Ziel des Preises ist die Ehrung aussergewöhnlicher Leistungen und die Förderung besonderer Talente von Jugendlichen oder Jugendgruppen und -mannschaften in den Bereichen Sport, Kultur, Schule/Beruf/Studium oder Gesellschaft. Mit der Auszeichnung will die Stadt Illnau-Effretikon die Wertschätzung gegenüber den Preisträgerinnen und Preisträgern ausdrücken
und den Stellenwert deren Leistungen und deren Schaffen in der oder für die Stadt verdeutlichen.
Eher zufällig hatten die Rengglis vor 30 Jahren bemerkt, dass sie unbewusst mit einem Duftsteinbrunnen einen Lebensraum für die grösstenteils vertriebenen Gelbbauchunken geschaffen hatten. Als sie erfuhren, dass die Frösche vom Aussterben bedroht waren, begannen sie sich zu informieren und entwickelten «Ökomodule», um den Lebensraum der Tiere zu sichern.
Die Stadt Illnau-Effretikon würdigt den Erfindergeist und den Durchhaltewille der Familie Renggli, mit denen sie die Population der Gelbbauchunken nicht nur gesichert, sondern gar eklatant vergrössert hätten.
Jugendförderpreis für Engagement und Erfindergeist
Gleichzeitig mit dem Anerkennungspreis verleiht die Stadt Illnau-Effretikon jeweils den Jugendförderpreis. In diesem Jahr gehen die Preise an die 20-jährige Sabrina Bosshard aus Illnau und den 19-jährigen Julian Lotzer aus Effretikon.

Bosshard gewann an den SwissSkills, den Schweizer Berufsmeisterschaften, die Silbermedaille im Bereich Malerin. Nebst fachlichen Fähigkeiten und einem Gespür fürs Material, müssten sich die Teilnehmenden auch in den Bereichen mentale Stärke, Stressresilienz und Fokussiertheit beweisen, hebt der Stadtrat die grosse Bandbreite an Eigenschaften hervor, die für eine solche Platzierung nötig seien.
Dank ihres Podestplatzes kann Bosshard Anfang September an den Europäischen Berufsmeisterschaften EuroSkills im polnischen Danzig teilnehmen.
Fluggerät aus dem 3D-Drucker
Der 19-jährige Gymnasiast Julian Lotzer entwarf im Rahmen seiner Maturaarbeit ein Fluggerät, das nach über 100 Testflügen immer noch stabil funktionierte. Die meisten Bauteile konstruierte Lotzer selbst und stellte sie mit seinem 3D-Drucker her.
Die Maturaarbeit wurde 2021 durch das mathematisch-naturwissenschaftliche Gymnasium Rämibühl in Zürich als beste Maturaarbeit ausgezeichnet. Im vergangenen Jahr gewann Lotzer beim Wettbewerb Schweizer Jugend forscht in der Sparte Physik eine Auszeichnung im Finale.
Seinem Entwicklergeist ist Julian Lotzer auch nach der Matura treu geblieben. Er absolviert inzwischen ein Maschinenbaustudium an der ETH Zürich, unterrichtet als Assistent im Fachbereich Informatik und nimmt an Studentenprojekten teil. Nebenbei betreut er einen Gymnasiasten bei seiner Arbeit mit Drohnen.
Die Stadt Illnau-Effretikon würdigt die Preisträgerinnen und Preisträger im Rahmen eines kleinen Festakts am Dienstag, 27. Juni, ab 19 Uhr im Stadthaussaal Effretikon. Die Ausgezeichneten erhalten jeweils ein Preisgeld von je 2000 Franken.
