Bagger bringt Haus des Zauberers zu Fall
Gewalt statt Magie
Es war Café, Konzertlokal, Zaubereratelier und dann jahrelang Abbruchobjekt – diese Woche nun begann der Abriss des Rinoldihauses. Aber nicht ohne eine letzte Würdigung.
Am Sonntagmorgen war es plötzlich da, das grosse Grafitto an der Fassade des in die Jahre gekommenen Gebäudes an der Usterstrasse 10. «Ein letzter Trick» stand da auf der einen Seite, «Rinoldi» auf der anderen. Dazu ein Magier mit Zauberstab und ein Hase, der aus einem Zylinder guckt.
Der Bezug ist klar: In dem Haus hatte der legendäre, 2008 verstorbene Dübendorfer Zauberer Arnold Durrer alias Rinoldi während Jahren sein Atelier. Deshalb kennen viele Dübendorfer das Gebäude nur als Rinoldihaus.
Hinter der mitternächtlichen Guerilla-Aktion steht «86 %», gemäss einer gut unterrichteten Quelle ein «uraltes Künstlerkollektiv», bestehend aus Sprayern, die vor Jahrzehnten in der Stadt aktiv waren. Beim Graffito handle es sich um eine Würdigung des Dübendorfer Zauberers.
