Wie das Valley weiterwachsen soll
Ehemaliges Maggi-Areal in Kemptthal
Der Gestaltungsplan Kemptthal liegt seit Kurzem öffentlich auf. Er soll den Weg weisen, wie sich das Areal in den nächsten Jahren entwickeln wird.
Kaffee, Schnaps, Fleischalternativen, aber auch Textilien, Vintage-Gegenstände, Oldtimer sowie Kunst und Gesundheitspraxen – dies alles findet man im Kemptthaler Valley. Seit der Eröffnung 2019 wurden knapp 40'000 Quadratmeter Fläche vermietet und über 1000 Arbeitsplätze geschaffen.
Doch der Ortsteil von Lindau mit grosser Industriegeschichte soll noch weiterwachsen. Wird die bauliche Ausnutzung vollständig ausgeschöpft, sind auf dem gesamten Areal bis zu 2500 Arbeitsplätze möglich, je nach Art der angesiedelten Unternehmen. So steht es im privaten Gestaltungsplan Kemptthal, der aktuell im Gemeindehaus Lindau öffentlich aufliegt und auch online auf der Gemeindewebsite einsehbar ist.
2002 kaufte der Aromen- und Riechstoffhersteller Givaudan das Areal. Neben dem neuen Business Center für die Division Aromastoffe sollen auf dem Fabrikgelände mit seinen charakteristischen Backsteinbauten Arbeitsplätze, Büroräume und Verkaufsflächen für Start-ups und andere Unternehmen aus diversen Branchen entstehen.
2013 schreibt Givaudan das rund 100'000 Quadratmeter grosse Areal zum Verkauf aus, der Immobilienentwickler Mettler2Invest erhält den Zuschlag und übernimmt damit die Planung, Entwicklung und Vermietung dieses modernen Mikrokosmos, der unter dem Namen The Valley vermarktet wird.
Zusammen mit der deutschen Motorworld Group gründet die Mettler2Invest AG die MA Kemptthal Besitz AG, die den Grossteil des Areals Mitte 2018 übernommen hat. Im Sommer 2019 eröffneten das öffentliche Personalrestaurant und der Givaudan-Campus mit dem Innovation Center und dem Business Center. Seither ziehen regelmässig neue Geschäfte in die Mieträume des «Valley». (zo)
