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Offene Stellen mehrheitlich besetzt – trotz Lehrermangel

Doch auch Pfäffikon musste zahlreiche Anstrengungen unternehmen, um passende Lehrkräfte zu finden.

Lehrpersonen für den Unterricht gefunden: Zumindest in Pfäffikon konnten fast alle vakanten Stellen besetzt werden. (Symbol)

Foto: Pixabay

Offene Stellen mehrheitlich besetzt – trotz Lehrermangel

Schulpflege Pfäffikon meldet Erfolg

Bereits Mitte Mai konnten an der Schule Pfäffikon alle Klassen- und Fachlehrerstellen mit qualifizierten Lehrpersonen besetzt werden.

Auch wenn die Situation im Lehrpersonenmarkt angespannt ist, kann jetzt Pfäffikon einen Erfolg vermelden. Klassen- und Fachlehrerstellen konnten fast überall besetzt werden, wie es in einer Mitteilung der Schulpflege heisst.

Im Hinblick auf das neue Schuljahr waren insgesamt 20 Stellen im Lehr- und Therapiebereich neu zu besetzen. Auf die rund 250 Mitarbeitenden sind das acht Prozent der Belegschaft. Die Schule Pfäffikon verzeichne seit mehreren Jahren eine tiefe Fluktuation und dürfe auf langjähriges und erfahrenes Schulpersonal zurückgreifen.

Aktives Anwerben auch in privaten Netzwerken

«Die Besetzung der vakanten Stellen erwies sich angesichts des schweizweiten Fachkräfte- und Lehrermangels nicht als einfach.» Auf der Stellenbörse des Volksschulamts waren Ende Mai 2023 im Bereich Klassen- und Fachlehrpersonen noch 350 Stellen und im Bereich der schulischen Heilpädagogik noch 160 Stellen ausgeschrieben.

Andi Räz, Schulleiter Oberstufe, kann auf langjährige Rekrutierungserfahrung zurückgreifen und beurteilt die Situation wie folgt: «Bisher hatte ich für eine ausgeschriebene Stelle immer mehrere Interessenten, auf die letzte Stellenausschreibung ist nicht eine einzige Bewerbung eingegangen.»

Trotzdem sei es den Schulleitungen der vier Pfäffiker Schuleinheiten mit grossem Einsatz und zum Teil mit Unterstützung der Lehrpersonen, die in ihrem beruflichen und privaten Netzwerk aktiv Personen angeworben hätten, gelungen, sämtliche Stellen im Unterrichtsbereich rechtzeitig zu besetzen.

Attraktivere Arbeitsbedingungen für Therapiepersonal

Beim Therapiepersonal und bei der schulischen Heilpädagogik sei die Situation hingegen noch angespannter. Immerhin hätten fünf Personen neu angestellt werden können, vier Stellen seien noch nicht besetzt, lässt die Schulpflege verlauten.

Dass die noch offenen Stellen bis im August besetzt werden können, schätzt Barbara Schwarz, Schulleiterin Mettlen/Auslikon, als eher unwahrscheinlich ein. So sagt sie: «Im Therapiebereich sind wir zum jetzigen Zeitpunkt bereits wieder mit Studierenden in Kontakt. Dies mit dem Ziel, sie unmittelbar nach Studienabschluss per Sommer 2024 für eine vakant gebliebene Stelle zu gewinnen.»

Aktuell wird das Therapieangebot in Pfäffikon, welches bisher dezentral über die Schulleitungen koordiniert wurde, neu ausgerichtet. Fachlich und personell sollen die Therapeutinnen von der Leitung Sonderpädagogik geführt werden. Dies mit der Absicht, Synergien zu nutzen, die fachliche Vernetzung zu erleichtern und die Arbeitsbedingungen für das Therapiepersonal insgesamt attraktiver zu machen.

Pfäffikon wird Kooperationsschule der PHZH

Auch beim Lehrpersonal erhofft sich die Schulpflege durch die kürzlich unterzeichnete Vereinbarung mit der Pädagogischen Hochschule Zürich (PHZH) als Ausbildungspartner, künftig einfacher Berufseinsteigerinnen und -einsteiger direkt nach dem Studium ins Zürcher Oberland zu locken.

Als Kooperationsschule im Verbund mit den Schulen Fehraltorf und Hittnau werden in der Sekundarschule ab August 2023 mehrere Gruppen von Studierenden regelmässig Praxistage und längere Praktika absolvieren.

Ulli Recher, Sekundarlehrerin im Schulhaus Pfaffberg, koordiniert als Praxisleiterin der PHZH die Einsätze und ist zusammen mit rund 20 Praxislehrpersonen in den drei Gemeinden für die berufspraktische Ausbildung der Studierenden verantwortlich.

Ab Schuljahr 2024/2025 werden auch die Primarschulen über eine lokale Praxisleitung verfügen und dadurch ebenfalls einen wichtigen Beitrag in der Ausbildung von angehenden Lehrpersonen leisten. Gemäss einer Erhebung der PHZH treten rund 50 Prozent der Studienabgängerinnen und -abgänger ihre erste Stelle an einer Schule an, in der sie während der Ausbildung ein Praktikum absolviert haben.

Weitere Massnahmen geplant

Es ist nicht damit zu rechnen, dass sich der Mangel an Fachkräften im Bildungsbereich so schnell entspannt. Deswegen erarbeitet die Geschäftsleitung zusammen mit den Schulleitungen bis im Herbst weitere Massnahmen.

So soll sichergestellt sein, dass sich auch nächstes Jahr ausreichend qualifiziertes Personal für eine Anstellung in Pfäffikon finden lässt und die Schülerinnen und Schüler von gutem Unterricht profitieren sowie therapeutische Unterstützung erhalten.

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