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Velobiene

Diesmal geht es in der wöchentlichen Glosse Glattweg darum, den Arbeitsweg als Biene zu überleben.

Foto: pixabay

Velobiene

Glattwegs

Der Veloverkehr hat seit dieser Woche leicht angezogen. Schuld daran, könnte «Bike to work» sein. Mit der Aktion vom Verband Pro Velo sollen Schweizer Betriebe ihre Mitarbeitenden motivieren, aufs Fahrrad umzusteigen.

Mitmachen ist einfach; Velo flottmachen oder ein besseres am Bahnhof klauen, und die Bike-to-work-App die gefahrenen Kilometer zählen lassen. Bescheissen ist natürlich auch einfach: Mit dem Auto Richtung Geschäft fahren, die Karre im Gebüsch verstecken und mit dem ebenfalls im Busch verstauten Velo die letzten 100 Meter zum Büro gleiten. Das hier als Tipp.

Ein Supersportler wie ich hat solch niedere Methoden jedoch nicht nötig. Ich haue mir morgens ein paar Rum-Trauben-Nuss-Schokoladenriegel rein – für maximale Energie und Nährstoffe. Damit erweitere ich mein übliches Zmorge um Trauben, Nuss und Schokolade.

Und um mit möglichst geringem Widerstand zu fahren, habe ich mich die ersten Tage in einen Latexanzug gezwängt. Also eigentlich nur den ersten Tag. In den danach folgenden habe ich versucht, mich wieder aus dem Gewand herauszuschälen. Denn anhand des gemeinen Mauerseglers, der auf meinem Arbeitsweg entlang des Greifensees mit seiner Windschnittigkeit geprahlt hat, wurde mir bewusst: Nackt ist besser!

Um aber nicht dauernd von Touristen angehalten zu werden, die ein paar Geschlechtsteile-auf-Hartlederholzsattel-Fotos schiessen wollen, male ich mir ein Bodypainting im gelb-schwarz gestreiften Bienenmuster auf meinen astreinen Astralleib. So bin ich perfekt getarnt. Die Anzahl der regionalen Imker, die mich für ihre Königin halten, ist dagegen angenehm überschaubar.

Was mir allerdings Sorgen bereit, sind die fehlenden Schutzbleche. Die kleinste Pfütze spritzt mir meine Arschritze nass und zerstört ein Teil meiner Bienentarnung. Zum Glück wird auf der «Bike to Work» Website auch gleich ein «Ass Saver» angeboten. Ich erzähle Ihnen vielleicht mehr darüber, wenn ich mir das Teil gekauft habe.

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