Bauarbeiten für Heizzentrale Bauma starten
Spatenstich in Bauma
Am Donnerstag hat der Verwaltungsrat des Wärmeverbunds Bauma den Grundstein für die neue Heizzentrale gelegt. Ab November soll die Zentrale über 50 Anlagen mit Wärme beliefern.
Kommenden Montag fahren beim Kindergarten Altlandenberg in Bauma die Bagger auf. Der Bau der Heizzentrale kann beginnen. Am Donnerstag fand der Spatenstich statt. «Lange haben wir auf diesen Moment gewartet», sagt Rudolf Rüegg (parteilos), Gemeinderat und Verwaltungsratspräsident des Wärmeverbunds Bauma.
Nachdem die Baubehörde bereits im Juli des vergangenen Jahrs die Bewilligung erteilt hatte, verzögerte eine Einsprache das Projekt. Streitpunkt war der Zufahrtsweg: Das Baurekursgericht hielt fest, dass dieser öffentlich ist und der Bau daher den Mindestabstand von dreieinhalb Metern einhalten muss.
Wir starten mit fast 100 Prozent Auslastung.»
Rudolf Rüegg (parteilos), Gemeinderat und VR-Präsident Wärmeverbund Bauma
Damit das Projekt den Vorgaben entspricht, wird die Heizzentrale nun weniger breit und der Weg verschoben. «Ausserdem achten wir darauf, dass wir möglichst wenige Bäume auf dem Grundstück fällen müssen», sagt Rüegg.
Meilenstein im November
Alle anderen Kritikpunkte des Rekurrenten, etwa die Staub-, Geruchs- und Lärmemissionen, wurden vom Gericht zurückgewiesen, sodass dieser den Rekurs schliesslich «im Sinne einer pragmatischen Lösungsfindung» zurückzog.
56 Anlagen werden ans Fernwärmenetz angeschlossen. So sollen jährlich rund 400’000 Liter Heizöl gespart werden.
«Wir starten mit fast 100 Prozent Auslastung», sagt Rüegg. «Da liegt es natürlich nahe, auch schon über eine weitere Anlage nachzudenken», ergänzt Gemeindepräsident Andreas Sudler (parteilos).

Das Holz, das die Energie für die Heizzentrale liefert, soll zu 100 Prozent aus Bauma und der Umgebung stammen. «Wir wollen die einheimischen Ressourcen nutzen. Alles andere macht keinen Sinn», betont Rüegg.
Rund ein Drittel der Holzmenge, die bei einem Holzschlag anfällt, kann fürs Heizen verwendet werden. Die Bauzeit für die Heizzentrale beträgt rund sechs Monate. Läuft alles nach Plan, können die Heizzentrale und das Fernwärmenetz Anfang November in Betrieb genommen werden.