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Zwei Maturaarbeiten aus der Region prämiert

Gleich zwei Maturaarbeiten wurden mit dem Prädikat «hervorragend» prämiert.

Anna Ilg hat sich mit Namibia befasst, und Nicolas Hatt studierte Wasseramseln.

Grafik: Elias Wirth, Foto: PD

Zwei Maturaarbeiten aus der Region prämiert

Schweizer Jugend forscht

Mindestens ein Jahr lang tüftelten sie an ihren Ideen und gewannen einen Preis: Anna Ilg aus Gockhausen und Nicolas Hatt aus Wetzikon gehören zu den Auserkorenen.

Die Stiftung Schweizer Jugend forscht zeichnete an der Prämierungsfeier in St. Gallen am Wochenende 126 junge Forscherinnen und Forscher aus. An der öffentlichen Ausstellung zeigten Jugendliche aus der Schweiz ihre Projekte aus der Gymnasial- und Berufsbildung, an denen sie während eines ganzen Jahrs geforscht und geschrieben hatten.

Darunter wurden gleich zwei Maturawerke aus der Region prämiert: die Arbeiten von Nicolas Hatt aus Wetzikon und von Anna Ilg aus Gockhausen erhielten beide das Prädikat «hervorragend», wie Schweizer Jugend forscht in einer Medienmitteilung schreibt.

Geschichte Namibias

Anna Ilg aus Gockhausen hat sich während einer Namibia-Reise 2019 schon mit dem Land befasst. Für ihre Recherche zu «Namibias Landreform zwischen Aufarbeitung der Vergangenheit und Zukunft» hat sie sich mit wissenschaftlichen Arbeiten und Literatur zum Thema des Genozids, der Landfrage und der Geschichte Namibias einen Überblick verschafft.

Mit ihrer Maturaarbeit gewann Ilg den Sonderpreis des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten.

Anna Ilg schildere detailliert die über 100-jährige Geschichte von Kolonialismus und Fremdherrschaft und stellte in ihrer Analyse der Landreform unterschiedliche namibische Perspektiven ins Zentrum. Die Arbeit entspreche den Anforderungen dekolonialer wissenschaftlicher Praxis, schreibt Experte Dr. Giorgio Miescher in seiner Würdigung.

Nistplätze der Wasseramsel erforscht

Der zweite Preisträger aus der Region, Nicolas Hatt aus Wetzikon, forschte im Feld und beobachtete Wasseramseln am Chämtnerbach. 2021 besuchte er Nistplätze während der gesamten Brutperiode, machte Notizen und untersuchte Lebensraumstrukturen.

Dabei stellte Hatt fest, dass die Wasseramsel nur an den geeignetsten Bachabschnitten in hoher Dichte brütet und sich nicht dort niederlässt, wo es keine geeigneten Rückzugsmöglichkeiten gibt.

Hatt möchte nun konkret mit Nistkästen an gezielt ausgewählten Standorten in den nächsten Jahren eine deutliche Erhöhung des Brutbestands ermöglichen.

Er erhielt für seine Maturaarbeit den Sonderpreis Sail & Explore, der von Mare Nostrum gestiftet wird. Hatts Begeisterung für die Natur und deren Erforschung sei in der Fallstudie deutlich sichtbar, und die Untersuchungen zum Vorkommen der Wasseramsel am Chämtnerbach seien vielfältig. Hatt habe Forschung und Praxis vorbildhaft kombiniert, schreibt der Experte Nicolas Martinez in seiner Würdigung.

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