Pfäffikon will mehr Wohnraum für Asylsuchende schaffen
Kosten in Millionenhöhe
An der Hochstrasse soll die bestehende Unterkunft erweitert werden. Der zusätzliche Bau soll gut 30 Personen Platz bieten.
In Pfäffikon wird es immer schwieriger, genügend Wohnraum für Geflüchtete zu organisieren. Deshalb habe der Gemeinderat entschieden, bei der bereits bestehenden Gemeinschaftsunterkunft einen Erweiterungsbau zu erstellen.
Platz soll dieser 32 Personen bieten und gemäss einer ersten Schätzung rund 1,5 Millionen Franken kosten. Das schreibt die Gemeinde in einer Mitteilung.
Erhöhte Aufnahmequote als Grund
Bund, Kanton und Gemeinden sorgen gemeinsam für die Unterbringung von Asylsuchenden. Im
Kanton Zürich legt das Kantonale Sozialamt die Aufnahmequote zur Unterbringung für die Gemeinden fest.
Seit Anfang 2020 ist die Aufnahmequote von 0,5 der Bevölkerung auf 0,9 Prozent gestiegen und im Zuge des Ukraine-Krieges steigt sich auf den 1. Juni 2023 auf 1,3 Prozent.
Aktuell wohnen 122 Flüchtlinge in Pfäffikon. Ab diesen Sommer werden es etwa 160 sein. Bis anhin sei es gelungen, nebst den eigenen Unterbringungsmöglichkeiten Wohnraum zu mieten. Erfreulicherweise, so die Gemeinde, sind nach wie vor Ukraine-Flüchtlinge auch bei Privaten untergebracht. Die zugemieteten Objekte stünden allerdings meist nur eine gewisse Zeit zur Verfügung.
Nachbarn bereits informiert
So sind die Verantwortlichen dauernd auf der Suche nach geeignetem Wohnraum. Weil sich die Gemeinschaftsunterkunft mit rund 30 Plätzen im Betrieb bewährt habe und verhältnismässig kostengünstig sei, will der Gemeinderat mit einem Erweiterungsbau eine gewisse Planungssicherheit schaffen.
Die zuständigen Bereiche Gesellschaft und Liegenschaften schlagen einen dreigeschossigen Erweiterungsbau bei der bestehenden Asylunterkunft an der Hochstrasse 63 mit 16 Zimmern (32 Plätze) als beste Lösung vor. Mit den direkt betroffenen Nachbarn wurde das Gespräch gesucht. Diese zeigten viel Verständnis für die notwendige Erweiterung.
Investition bedingt Vorlage an die Gemeindeversammlung
Eine erste Schätzung (+/- 30 Prozent) weist mutmassliche Investitionskosten in der Höhe von
1,5 Millionen Franken aus. Der Gemeinderat hat einen Projektierungskredit von 40‘000 Franken
genehmigt.
Wenn der Planungsprozess problemlos verläuft, kann noch in diesem Jahr eine Bauvorlage der Gemeindeversammlung unterbreitet werden. Die Ausgaben für die Planung sind im
Budget 2023 nicht enthalten und auch nicht gebunden. Deshalb belastet diese neue Ausgabe
die Kreditkompetenz des Gemeinderates mit jährlichem Limit 500'000 Franken.
