Ein Verein mit Herz verliert seine Geschäftsführerin
Herzkern Uster
Sechs Jahre lang hat Sandra Hausmann den Verein Herzkern Uster geführt. Nun geht sie. Der Abschied fällt ihr schwer.
Es war ein Job, der Sandra Hausmann wie auf den Leib geschneidert war. «Ich bin kreativ, ein Organisationstalent, eine Reisserin», sagt sie über sich selber. «Und ich kann es gut mit Menschen.» Hausmann trifft Züriost dort, wo sie die meisten vertraulichen Gespräche führt: in der Bar des Hotels Illuster, mitten im gleichnamigen Einkaufszentrum.
Vor ihr steht eine Tasse Tee, ihre Sonnenbrille hat sie sich in die Haare geschoben. Ihre blauen Augen sind klar und freundlich, ihre Stimme ist für eine Frau aussergewöhnlich tief. Sechs Jahre lang war die 49-Jährige Geschäftsführerin des Vereins Herzkern Uster und schmiss den Laden – mit Unterstützung durch Geschäftspartner – im Alleingang.
In dieser Funktion setzte sie zig Projekte zur Belebung des Stadtzentrums um. Sie lancierte unter anderem den Uster-Batzen, verschönerte den Stadtkern mit Sitzgelegenheiten, organisierte ein Detaillistencafé und hatte auch die aktuelle Idee, die Brunnen der Stadt mit Rosenblüten zu füllen. Die Netzwerkerin lebt seit 14 Jahren in Niederuster. «Mein Ziel war immer, etwas von der Natur des Greifensees in das Stadtzentrum zu bringen.»

