Drachenbootclub übernimmt traditionelles Blaueierschwimmen
Letzte Durchführung in Uster
Im letzten Jahr unterstützten die Mitglieder der Greifensee Dragons das Blaueierschwimmen noch als freiwillige Helfer. Ab dem kommenden Jahr organisieren sie den Event gleich selbst. Doch noch läuft die Suche nach einem neuen Standort.
Am Ostermontag endet im Strandbad Niederuster eine langjährige Tradition. Nach 19 Jahren findet dort zum letzten Mal das Blaueierschwimmen statt. Auf den Sprung ins kalte Nass müssen die Fans des Anlasses aber auch künftig nicht verzichten.
Einspringen werden die Greifensee Dragons. Die Mitglieder des Greifenseer Drachenbootclubs wirkten schon im vergangenen Jahr als Helfer, als der Event wegen zu weniger Freiwilliger auszufallen drohte. Nun werden sie das Blaueierschwimmen definitiv übernehmen. Der bisherige Organisator und Gründer Harald Müller wird weiterhin seine Erfahrung einbringen.
«Drachenbootfahren und das Blaueierschwimmen haben viel gemeinsam», findet Simon Michel von den Greifensee Dragons. Er ist langjähriges Vereinsmitglied im Drachenbootclub und wird künftig für die Hauptorganisation des Blaueierschwimmens zuständig sein. «Man muss für beides mutig sein und sich bei tiefen Temperaturen ins Wasser getrauen.»
Ein Heimspiel wäre interessant.
Simon Michel, Drachenbootclub Greifensee Dragons
In die Diskussionen um den bisherigen Standort in der Badi Niederuster war Michel nur am Rande involviert. Er möchte den Fokus auf die Zukunft legen. Und diese sieht er gegebenenfalls auch an einem anderen Ort. «Ich sehe einen Wegzug auch als eine Chance», sagt Michel.
Wohin das Blaueierschwimmen ziehen würde, ist noch nicht klar. «Ein Heimspiel wäre interessant», sagt Simon Michel. Er spielt damit auf Greifensee an, wo der Drachenbootclub beheimatet ist. «Wir würden uns freuen, wenn wir dafür eine Bewilligung erhalten würden.»
Bereits im vergangenen Jahr konnte man am Blaueierschwimmen gleich noch eine kleine Testfahrt in einem Drachenboot unternehmen, und in diesem Jahr wird eine Drachenbootfähre für allfällige Seerettungen eingesetzt. In Zukunft sollen Drachen neben den blauen Eiern eine noch wichtigere Rolle beim Traditionsanlass spielen. Details will Simon Michel allerdings noch keine bekannt geben.