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Restaurant Leone macht Platz für einen Neubau

Das Haus geht, der Pächter bleibt: Tariq Mahmood sucht für die Bauzeit des neuen Gebäudes ein Ersatzlokal.

Pächter Tariq Mahmood ist auf der Suche nach einem Ersatzlokal für sein «Leone».

Foto: Noah Salvetti

Restaurant Leone macht Platz für einen Neubau

Rikemer Traditionslokal

Das Restaurant Leone in Rikon ist bald Geschichte – zumindest in seiner aktuellen Form. Das Haus weicht einem Neubau. Um seine Gäste weiterhin zu bedienen, sucht Pächter Tariq Mahmood für die Bauzeit ein Ersatzlokal.

Wer denkt, beim Restaurant Leone in Rikon handle es sich um ein gewöhnliches italienisches Restaurant, der irrt gewaltig. Die Beiz mit dem Löwenkopf im Logo ist ein wahrer Multikulti-Schlemmerpalast: Hier gibt es nicht nur Pizza und Pasta, sondern auch Steaks, Schweizer Klassiker und pakistanische Gerichte. Wer dann noch nicht genug hat, kann es sich im hauseigenen Biergarten gemütlich machen.

Den Gästen scheint der wilde Mix zu gefallen: Auf Google kommt das Restaurant auf eine Bewertung von 4,2 Sternen. Doch wer regelmässig im «Leone» ein und aus geht, muss sich bald auf die Suche nach einer neuen Stammbeiz machen.

Pächter Tariq Mahmood macht sein Lokal nämlich Ende Monat dicht – wenn auch nicht für immer. Der Grund: Das Riegelhaus mit den auffälligen Balken – es stammt aus dem Jahr 1870 und diente bereits dem Bürgerlichen Gemeindeverein Zell (BGV) als Gründungslokal – wird dem Erdboden gleichgemacht.

Das Haus geht, der Pächter bleibt

Dort, wo aktuell noch das historische Haus steht, plant Eigentümer Ruzhdi Ajrizi ein Mehrfamilienhaus mit Platz für einen Gastronomiebetrieb. Auch im neuen Gebäude wird der Gastgeber Tariq Mahmood heissen. «Der neue Pachtvertrag ist bereits unterzeichnet.»

Seit nunmehr acht Jahren wirtet er im «Leone». Zuvor betrieb er ein Importgeschäft für Waren aus seinem Heimatland Pakistan und führte einen Lebensmittelladen in St. Gallen. Auch wenn ihm das Haus mit den vielen sichtbaren Holzbalken im Innenraum gut gefällt, freut er sich auf den Neubau.

«Im Hintergrund, in der Küche und im Kühler etwa, ist alles sehr veraltet, und man müsste sehr viel investieren, um es wieder auf den aktuellen Stand zu bringen», betont Mahmood. Besonders im Keller sei der Handlungsbedarf gross – immer wieder tritt dort nämlich Grundwasser ein.

Das sei denn auch der Hauptgrund für den Neubau. «Ursprünglich wollte der Eigentümer im oberen Teil des Hauses Wohnungen einbauen. Das war aber wegen des Grundwassers nicht möglich», schildert Mahmood.

Management-Job als Plan B

Ein weiterer Vorteil: Mit dem Neubau kann der «Leone»-Wirt seinen Biergarten um 20 Sitzplätze erweitern. 120 durstige Besucher kann er dann im Freien bedienen.

Und auch die Gäste freuen sich auf ein moderneres Restaurant Leone: «Ich habe viele ältere Gäste, die nicht mehr so gut zu Fuss sind», sagt Mahmood. «Für sie ist es eine Erleichterung, wenn sie die Toiletten später im Erdgeschoss finden.» Aktuell befinden sich diese nämlich im ersten Stock.

Am kommenden Freitag ist der letzte Tag, an dem die Rikemer Beiz noch regulär geöffnet hat. «Im Lauf des Aprils wird dann alles ausgeräumt, und die Abbrucharbeiten beginnen.» Die Wiedereröffnung mit gewohntem Namen und Konzept ist für Sommer 2024 geplant.

Was er bis dahin macht, weiss Tariq Mahmood noch nicht: «Ich suche noch eine Ausweichmöglichkeit, um mein Restaurant weiterzubetreiben, idealerweise hier im Tösstal.» Wird er nicht fündig, will er sich eine befristete Anstellung im Management-Bereich suchen: «Darin habe ich Erfahrung.»

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