Juso sammelt während Trychler-Marsch 25'000 Franken
Erfolgreiche Spendenaktion
Mit einer Spendenaktion protestierte die Juso Zürcher Oberland gegen die Kundgebung der Freiheitstrychler in Seegräben. Der gesammelte Betrag soll Flüchtlingshilfswerken zugute kommen.
Am Dienstagnachmittag hatten sich in Seegräben Freiheitstrychler und Rechtsextreme zu einer Kundgebung in Seegräben versammelt. Sie wollten mit einer Mahnwache und einem Marsch André Steiner unterstützen, dessen Wohnungskündigung durch die Gemeinde schweizweit für Schlagzeilen sorgte.
Die Gemeinde wollte in der Wohnung Asylsuchende unterbringen. Wie sich jedoch herausstellen sollte, war die Aufnahmequote bereits erfüllt. Trotzdem will die Gemeinde die Kündigung nicht zurücknehmen.
Als Reaktion auf die angekündigten Kundgebung lancierte die Juso Zürcher Oberland eine Spendenaktion, bei der die Freiheitstrychler unfreiwillig zum Spendenlauf gezwungen wurden. Die Spendenden konnten angeben, wie viel Geld sie pro Meter beitragen wollten, den der Demonstrationszug in Seegräben zurücklegt. Insgesamt absolvierten die Teilnehmenden 1235 Meter auf der Strecke zwischen Gemeindehaus und Wohnhaus von André Steiner.
Solidarität mit Ge
Bei der Aktion kamen dadurch insgesamt über 25'000 Franken zusammen, wie die Juso Zürcher Oberland nun in einer Mitteilung schreibt. Der Betrag soll Organisationen wie der Schweizerischen Flüchtlingshilfe oder Sea-Watch zugute kommen.
Gemäss Dario Vareni, Co-Präsident der Juso Zürcher Oberland, sollte die Spendenaktion die Solidarität mit Geflüchteten zum Ausdruck bringen. «Mit dieser Aktion haben wir gezeigt, dass wir uns nicht spalten lassen», sagt er in einem Statement. Gleichzeitig zeigt sich Vareni trotz der erfolgreichen Spendenaktion besorgt über die Kundgebung in Seegräben.
Am Dienstagabend waren bereits über 23'000 Franken bei der Spendenaktion zusammengekommen.
