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Patience spielen in der Region

Das Kartenspiel Patience ist gar nicht so einfach. Es gibt viel mehr Variationen, als man denkt - nicht nur das Solitaire. Man kann es alleine spielen. Theres Kolar ist Expertin und bietet Kurse an.

Theres Kolar leitet die Patience-Kurse, die man auch Online besuchen kann.

Foto: Eleanor Rutman

Patience spielen in der Region

Wie funktioniert das Kartenspiel?

Die Kursleiterin Theres Kolar aus Greifensee beschreibt den Variantenreichtum des uralten Kartenspiels Patience und gibt Tipps.

Patience ist eines der beliebtesten und ältesten Kartenspiele, welches alleine gespielt wird. Man benötigt dazu also keinen Partner. Mit französischen Karten werden die Spiele nach diversen Varianten ausgelegt und nach unterschiedlichsten Regeln geordnet.

Die Karten werden so lange umgelegt und sortiert, bis sie – im besten Fall – zum Schluss geordnet auf Stapeln liegen. Durchschnittlich geht das Spiel nur jedes zweite Mal auf. Gerade das macht den Reiz aus. Die einzelnen Spielvarianten haben lustige Namen wie die «Berlinerin», «Rache ist süss» oder «die Harfe».

Drei Spieltipps von Theres Kolar

Man soll sich bewusst sein, welche Karte man loslösen, beziehungsweise befreien möchte. Wer zum schnellen Aufräumen neigt, verliert oft den Faden, verstrickt sich und verbaut sich den Weg zu den wichtigen Karten.

Die Regeln sollten immer wieder genau durchgelesen werden. Gerade weil es so viele Varianten des Spiels gibt, schleichen sich schnell falsche Abläufe ein.

Meistens ergeben sich mehrere Möglichkeiten des Fortgangs des Spiels. Man soll deshalb immer vorausschauend Planen und strategisch vorgehen. Geduld und Langmut sind die halbe Miete.

Kann Symptome einer Demenz heraus zögern

Mit Karten spielen erhält die geistige Fitness: Eine mehrjährige Studie in Frankreich zeigte auf, dass sich die Symptome einer beginnenden De­menz-­Erkrankung bei den Probanden verzögerte – und im Ver­gleich zur Kontroll­gruppe rund um die Hälfte verringerte.

Das Fachblatt Neurology veröffentlichte die Studie bei der mehr als 6000 pensionierte Probanden teilnahmen. Einzige Bedingung für die Verzögerung war: Es musste regelmässig mindestens zwei­mal pro Woche mit Karten gespielt werden.

Schon zu Zeiten des Sonnenkönigs

Wann und wo genau die Patiencen erfunden wur­den, lässt sich nicht genau belegen. Jedoch habe sich vor dreihundert Jahren bereits der Sonnenkönig, Louis XIV, am Spiel erfreut, schreibt Theres Kolar in ihren Kursunterlagen. Vermutlich sei das Spiel sogar noch wesentlich älter.

Es gibt neben der bekanntesten Form des Solitärs mehr als hundert verschiedene Anordnungsmöglichkeiten. Theres Kolar unterrichtet in ihren Kursen vierzig unterschiedliche Legetechniken.

Wer sich für einen Patience-Kurs interessiert, darf sich bei Theres Kolar per mail melden. Sie bietet auch Online-Workshops an. theres.kolar@ggaweb.ch

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