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In dieser historischen Villa entstehen Luxus-Wohnungen

Das Spinnerei-Areal Kollbrunn ist im Wandel. Nach dem Fabrikgebäude wird nun in der alten Fabrikantenvilla Wohnraum gebaut.

Nach der alten Spinnerei (r.) entstehen nun auch in der historischen Fabrikantenvilla (l.) Wohnungen.

Noah Salvetti

In dieser historischen Villa entstehen Luxus-Wohnungen

Spinnerei-Areal Kollbrunn

Das Spinnerei-Areal in Kollbrunn ist um ein Projekt reicher. Auch in der denkmalgeschützten Fabrikantenvilla sollen Wohnungen entstehen. Die Baubewilligung steht noch aus.

Noah Salvetti

Es tut sich etwas auf dem Areal der ehemaligen Spinnerei Bühler in Kollbrunn. Das Immobilienunternehmen Swiss Property baut derzeit das alte Spinnereigebäude in einen Wohnungskomplex um. 35 Loft-Eigentumswohnungen entstehen dort.

Wenige Schritte von der Spinnerei entfernt befindet sich die ehemalige Fabrikantenvilla. Im denkmalgeschützten Haus soll nun ebenfalls Wohnraum entstehen. Geplant sind zwei Maisonette-Eigentumswohnungen mit jeweils rund 120 Quadratmetern Wohnfläche.

Dies geht aus einem Baugesuch hervor, das bis gestern Donnerstag bei der Gemeinde Zell öffentlich auflag.

Villa stammt aus dem 19. Jahrhundert

Im Gegensatz zum Spinnereigebäude tritt als Bauherrin nicht die Swiss Property AG auf, sondern die Stringent AG, ein Immobilienunternehmen mit Sitz in Winterthur.

Diese ist eine Tochtergesellschaft des Architekturbüros Zettelwerk AG, das bereits den Umbau der alten Spinnerei koordiniert.

«Da das Objekt nicht in das Portfolio der Swiss Property AG passt, entwickeln wir die Fabrikantenvilla selbst», sagt René Zettel. Er ist Inhaber der Zettelwerk AG und deren Tochtergesellschaft. «Die Villa gehört zum Industrieensemble. Es wäre schade, wenn dieses schöne Stück Geschichte einfach brachliegen würde.»

Es war eine Auflage der Denkmalpflege, den Villa-Park zu erhalten.»

René Zettel

Inhaber Zettelwerk AG und Bauherr

Wie die alte Spinnerei steht auch die Fabrikantenvilla unter Denkmalschutz. Sie wurde vermutlich nach der Fertigstellung des Fabrikgebäudes im Jahr 1835 erbaut.

Park verbindet Villa und Spinnerei

Die Zettelwerk AG hat bereits mehrere denkmalgeschützte Gebäude umgebaut. «Wichtig ist vor allem, dass man zeigt, dass das Gebäude geschichtsträchtig ist, und historisch wertvolle Dinge erhalten bleiben», sagt René Zettel. So habe in der Villa praktisch jedes Zimmer Anschluss an einen funktionierenden Kachelofen.

Wir haben die wertvolle Substanz des Hauses genau untersucht und behandeln die Villa so, wie es ihr gebührt.»

René Zettel

Bauherr und Inhaber Zettelwerk AG

Teil des Areals ist auch der Villa-Park, der an den Fabrikkanal und den Weiher angrenzt. «Es war eine Auflage der Denkmalpflege, diesen zu erhalten», sagt Zettel. «Deshalb gestalten wir den Park als Begegnungszone für die Bewohner der Spinnerei und der Villa.»

Bereits der vorherige Besitzer des Spinnerei-Areals, der Unternehmer Adrian Gasser, hatte Pläne für den Umbau der Bühler-Villa: Vier Wohnungen hätten darin entstehen sollen.

«Da die Balkenlagen im Dach der Villa erhalten bleiben müssen, hätte dies zu Problemen mit dem Schallschutz geführt.» Daher entschied sich die Bauherrschaft, zwei Maisonette-Wohnungen zu realisieren.

Fertigstellung im kommenden Jahr

Mit Einsprachen rechnet der Bauherr nicht. Einzig der Zürcher Heimatschutz (ZVH) hat den Baurechtsentscheid verlangt. Dies sei bei historischen Gebäuden aber fast immer der Fall.

René Zettel ist zuversichtlich, dass der Umbau reibungslos verläuft. «Wir haben die wertvolle Substanz des Hauses und seine Historie genau untersucht und behandeln die Villa so, wie es ihr gebührt.»

Geplant sei, die umgebaute Fabrikantenvilla parallel zu den Spinnerei-Lofts im Frühjahr 2024 fertigzustellen.

Nach der Sanierung der alten Spinnerei will die Swiss Property AG den Rest des fünf Fussballfelder grossen Areals entwickeln. Dafür will die Eigentümerin in Abstimmung mit der Gemeinde den bestehenden Gestaltungsplan überarbeiten.

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