Vorbereitungen für ersten Tösstaler Pumptrack laufen
Sportanlage in Rikon
Ein Jahr nachdem die Gemeinde die Pläne für einen Pumptrack in Rikon vorgestellt hat, starten die Vorbereitungen. Schlechtes Wetter und Finanzierungsfragen hatten das Projekt verzögert.
Es tut sich etwas in der Sportanlage Arlets in Rikon: Auf dem brach liegenden Sandplatz neben Fussball- und Beachvolleyballfeld sind seit einiger Zeit Gartenbauer am Werk. Die Arbeiten für den neuen Pumptrack stehen in den Startlöchern.
Dieser ist schon länger beschlossene Sache. Anlass für ein derartiges Projekt gab die Jubiläumsdividende der Zürcher Kantonalbank, die sie im Rahmen ihres 150-Jahr-Jubiläums vor drei Jahren an alle Zürcher Gemeinden ausschüttete.
«Wir haben beschlossen, dass wir das Geld nutzen möchten, um den Jüngeren in unserer Gemeinde etwas zu bieten», sagt Gemeindepräsidentin Regula Ehrismann (EVP).
Ein Jahr Verspätung
Der Vorschlag, einen solchen Rundkurs zu realisieren, sei denn auch bei den Kindern und Jugendlichen auf offene Ohren gestossen. Dass diese sich grosser Beliebtheit erfreuen, zeigte sich bereits im Sommer 2020. Damals war ein mobiler Pumptrack beim Primarschulhaus Zell zu Gast.
Der Pumptrack in Rikon ist der erste im Tösstal. Im Gegensatz zu jenem, der in Fischenthal geplant ist, wird er fest installiert. Er besteht aus zwei Fahrbahnen: einer für Anfänger und einer für erfahrenere Nutzerinnen und Nutzer.
Hinzu kommt eine Bowl, ein in den Boden eingelassenes Becken für Skateboard-Tricks. Eigentlich hätten die Bauarbeiten dafür bereits im vergangenen März anlaufen sollen. Schliesslich kam es zu Verzögerungen.
«Zunächst mussten wir auf das Okay des Kantons für den Zustupf warten. Solche Beschlüsse dauern manchmal länger, als man sich wünscht», so Ehrismann.
Kanton fördert Bau
Neben der Jubiläumsdividende gewann die Gemeinde Zell an einer Prämierung einen Zustupf von 25 000 Franken für das Projekt.
Ausserdem beteiligt sich das kantonale Sportamt mit jeweils maximal 75 000 Franken an den Kosten fest installierter Pumptracks.
Kriterien für diesen Förderbeitrag sind unter anderem, dass der geplante Pumptrack frei zugänglich ist und nicht gewinnorientiert betrieben wird.
Die Wetterverhältnisse machte den Plänen einen Strich durch die Rechnung. «Damit so ein Pumptrack gebaut werden kann, braucht man relativ lange gutes Wetter. Schliesslich waren wir zu spät dran, und die beauftragte Firma hatte sich inzwischen für andere Projekte entschieden», erklärt die Gemeindepräsidentin.
Auf ein anderes Unternehmen ausweichen konnte man nicht, zumal der Anbieter Velosolutions bereits alle Pläne erstellt hatte und nur wenige andere Firmen auf den Bau solcher Rundkurse spezialisiert sind.
Der Bau des Pumptracks erfolgt in zwei Etappen. Zuerst entstehen die Rundkurse, die ein Drittel der Fläche des heutigen Sandplatzes einnehmen.
Der Rest der Fläche soll begrünt und umgenutzt werden – etwa als Trainingsplatz oder Treffpunkt für die Besucher der Sportanlage.
Eröffnung im Frühsommer
Abzüglich der Fördergelder kostet der Pumptrack die Gemeinde rund 150 000 Franken. Für den Umschwung des Parcours investiert sie zusätzlich rund 30 000 Franken.

Gehen die neuen Pläne auf, sollen die Bauarbeiten für den Pumptrack im Frühling starten. Sobald die Vorbereitungsarbeiten vollendet sind, kann die Fahrbahn innert dreier Wochen realisiert werden.
Gemeindepräsidentin Regula Ehrismann ist optimistisch: «Spielt das Wetter mit, so bin ich zuversichtlich, dass wir den Pumptrack im Frühsommer eröffnen können.»
