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So könnte Schliiffi-Nord in Zukunft aussehen

Am Montag stimmt das Parlament über den revidierten Gestaltungsplan zur Schliiffi-Nord ab. Dessen wichtigster Punkt: die Aufteilung des Areals in Wohnen und Gewerbe.

Die Schliiffi-Nord wird neu geplant: Hier soll neuer Wohnraum entstehen.

Foto: Eleanor Rutman

So könnte Schliiffi-Nord in Zukunft aussehen

Wohnprojekt am Wasser

Ein Stück Industriegeschichte bekommt ein neues Gesicht. Der wichtigster Punkt: die Aufteilung des Areals in Wohnen und Gewerbe.

Wer vom Stadtzentrum Richtung Hafen Uster unterwegs ist, fährt zwangsläufig an dem langen Industriegebäude vorbei, wo zurzeit das Fitnessgeschäft Powerlab und das Fahrradgeschäft Chälbli untergebracht sind. Daneben befinden sich die Bäckerei Vuaillat und dahinter der Aabach.

Es ist die Schliiffi: Das historische Areal der ehemaligen Spindel-, Motoren- und Maschinenfabrik (SMM) liegt zwischen Aabach und Hafen. Ein Stück Ustermer Industriegeschichte, das in Zukunft ein neues Gesicht bekommen wird. Es fällt laut Ustermer Richtplan unter Industriekultur und Arbeitspark und soll in seinem historischen Charakter erhalten werden.

Am kommenden Montag stimmt das Ustermer Parlament darüber ab, ob der revidierte Gestaltungsplan Schliiffi-Nord nun so genehmigt wird oder nicht. Dieser Plan stellt noch kein ausführungsreifes Bauprojekt dar, sondern dient als Planungsinstrument.

Städtebaulicher Vertrag mit der Schliiffi AG

Letzten Sommer gab es noch einige Einwendungen dazu. Mittlerweile konnte die Stadt jedoch einen städtebaulichen Vertrag abschliessen mit der Schliiffi AG. Sie ist die Eigentümerin des Areals. Dieser Vertrag legt fest, was darauf geplant und gebaut werden darf und was nicht.

Im Antrag zum revidierten Gestaltungsplan wurde nämlich befürchtet, der Wirtschaftsstandort Uster verliere Arbeitsplätze, wenn zu viel Wohnraum zuungunsten von Gewerberaum zur Verfügung gestellt werde. Das Areal werde heute noch gewerblich genutzt, das solle bitte so bleiben, forderten die Ustermer Parlamentarier. Zudem würde mit zusätzlichem Wohnraum auch mehr Verkehr generiert.

Die Stadt Uster schafft im Vertrag mit der Eigentümerin Schliiffi AG nun klare Abmachungen: Es sind drei Neubauten geplant. Im «Haus am Platz» (Gebäude A) werden im Prinzip ausschliesslich Gewerbeflächen möglich sein.

Wohnungsmieten bei Leerstand möglich

Unter dem Punkt «Die Erholungsachse Aabach ausbauen» soll ein durchgehender Zugang zum Aabach und zum Kanal gewährleistet sein – und damit auch die Veloroute vom Stadtpark bis zum See. Zudem soll die Wärmeversorgung aus 100 Prozent erneuerbarer Energie gedeckt werden. Dieser Einwand werde berücksichtigt, steht in der Revision zum Gestaltungsplan.

Parkplätze waren wie so oft auch ein Thema: Sie stünden im Widerspruch mit dem Bedürfnis, den Ort ökologisch aufzuwerten. Diesem Einwand möchte man teilweise gerecht werden und den Verkaufsflächen von Haus B acht Parkplätze für Kundinnen und Kunden zur Verfügung stellen. Zudem soll die Eigentümerin Schliiffi AG laut Vertrag das Areal ökologisch sowie sozial aufwerten, indem sie Bäume pflanzt, Dächer begrünt und einen öffentlichen Begegnungsort schafft.

Schliiffi-Nord in Zukunft ein Ort zum Verweilen

Das Areal könnte somit in Zukunft ein Ort zum Verweilen werden. Die Spaziergängerinnen und Schlenderer in Richtung See könnten auf dem Weg am Schliiffi-Platz einen Kaffee trinken und eine Station auf dem Ustermer Industrielehrpfad besuchen.

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