Diese Öko-Trottoirs erhitzen die Gemüter
In Illnauer Einfamilienhausquartier
Mit Sickertrottoirs will Illnau-Effretikon den Klimawandel abfedern. Gut gemeint, aber übers Ziel hinausgeschossen, finden die Bürgerlichen. Ein pensionierter Bauingenieur ist derweil überzeugt: Die Gehwege verstossen gegen das Baugesetz.
Die Klimaerwärmung fordert Massnahmen auf allen Ebenen – auch unter den Füssen. Genau das hat sich die Stadt Illnau-Effretikon zuletzt bei der Oberillnauer Alpen- und Wingertstrasse zu Herzen genommen. Im Zuge einer Sanierung hat sie im letzten Jahr erstmals in den Trottoirs sogenannte Sickersteine verbauen, Randsteine entfernen und dazu neue Bäume verpflanzen lassen.
Die Idee dahinter: Auf den Trottoirs versickert das Regenwasser im Boden und bleibt damit im natürlichen Wasserkreislauf. Derweil läuft das Wasser der Fahrbahn über eine Betonschale in die ausgehobenen Gruben der Bäume. All das entlastet die Kanalisation und hilft, die Umgebung über die Bäume abzukühlen.
