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Fernwärmenetz wird neu eingeteilt

Fernwärme aus der KEZO ist technisch machbar.

Symbolfoto: Christian Merz

Fernwärmenetz wird neu eingeteilt

Ökologisches Heizen im Zürcher Oberland

Eine Machbarkeitsstudie zeigt: Die Versorgung von Zürcher Oberländer Gemeinden mit Fernwärme ist technisch möglich. Nun ist eine Aufteilung des Projekts vorgesehen. Im Süden prüft auch Rapperswil-Jona einen Anschluss ans Netz.

Im Frühling vor einem Jahr initiierten sieben Gemeinden und Städte im Zürcher Oberland das Projekt um die Fernwärme. Mit Abfall aus der Kehrichtverwertung Zürcher Oberland (KEZO) soll in Zukunft geheizt werden können. Unter dem Arbeitstitel «Fernwärme Zürcher Oberland» haben die Gemeinden geprüft, wie sie die Weichen für eine langfristige ökologische Wärmeversorgung in der Region stellen können.

Eine Machbarkeitsstudie zeige, dass die Versorgung der Gemeinden mit Fernwärme aus der Kehrichtverwertung Zürcher Oberland (KEZO) technisch machbar sei. Die Energiepreise für die Wärmebezügerinnen und -bezüger bewegten sich auf einem konkurrenzfähigen Niveau, steht in der Medienmitteilung.

Als grösstes wirtschaftliches Risiko nennt die Studie jedoch einen zu langsamen Aufbau der Verteilnetze innerhalb der Gemeinden: Die potenziellen Kundinnen und Kunden könnten dann auf eine andere Energiequelle abspringen, wird befürchtet.

Um dieses Risiko zu minimieren, habe der Steuerungsausschuss des Projekts «Fernwärme Zürcher Oberland» gemeinsam entschieden, das Projekt aufzuteilen und in Teilprojekten weiter zu bearbeiten.

Keine gemeinsame Trägerschaft

Es werde somit keine gemeinsamen Trägerschaft geben, der sämtliche beteiligten Gemeinden angehörten. Somit werde werde die Komplexität reduziert, und die Abhängigkeiten zwischen den Gemeinden verringert.

Es sei jedoch vorgesehen, die interessierten Gemeinden durch zwei Transportleitungen zu erschliessen: eine Leitung – von der KEZO aus gesehen – in Richtung Westen und eine in Richtung Süden.

Fernwärme Kezo
Die Gemeinden werden neu eingeteilt.

Beim westlichen Ast prüft zurzeit die Energie Uster AG gemeinsam mit der Gemeinde Pfäffikon, wie sie das Projekt unter Berücksichtigung von technischen und wirtschaftlichen Aspekten inkl. Verteilnetz vorantreiben will.

Eine Erweiterung bis Rapperswil-Jona möglich

Der Wetziker Stadtrat hat dem Parlament bereits einen Antrag für einen Kredit zur Realisierung der Fernwärmeversorgung in Wetzikon gestellt, welcher derzeit besprochen wird. Die Wetziker Stimmbevölkerung wird 2023 an der Urne über einen Rahmenkredit entscheiden.

Im südlichen Bereich hat sich neu Rapperswil-Jona dem Projekt angeschlossen. Die Stadt prüft nun gemeinsam mit der in Rapperswil-Jona domizilierten Energieversorgerin Energie Zürichsee Linth AG (EZL) die Realisierung des südlichen Astes.

Eine zusätzliche Machbarkeitsstudie habe bereits ergeben, dass eine Erweiterung des Fernwärmenetzes bis Rapperswil-Jona technisch möglich sei. Für die Gemeinden Hinwil, Bubikon, Dürnten und Rüti bestünde dann die Möglichkeit, sich dem südlichen Projekt anzuschliessen.

Rapperswil-Jona und die EZL prüfen zurzeit den weiteren Ausbau der bereits bestehenden Fernwärmeversorgung und den möglichen Anschluss an den Südast.

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