Neues Glück einläuten am Feuer
Ustermer Neujahrsempfang 2023
Neues Jahr, neuer Ort, neues Glück: Zum ersten Mal fand der Neujahrsapéro auf dem Zeughausareal statt. Die Stadtpräsidentin Barbara Thalmann blickte auf ein innovatives Jahr zurück.
Schon im im letzten Jahr hätte die Neujahrsansprache auf dem Zeughausareal stattfinden sollen. Jedoch musste der Anlass kurzfristig wegen der Pandemie abgesagt werden. Nun endlich, nach zwei Jahren Pause gab es überhaupt wieder einen Neujahrsempfang.
Muppet Show als Auftakt
Als Auftakt spielte die Stadtmusik Uster die Eröffnungsmelodie der «Muppet Show» und sorgte damit für gute Laune an diesem regnerischen Sonntag. Die Bevölkerung wärmte sich die Hände an den Feuern der Finnenkerzen und trank den offerierten Glühwein.





Die älteren Menschen sassen auf den Klappstühlen mit Wolldecke, die Jüngeren standen an der Seite und lauschten der Rede der Stadtpräsidentin Barbara Thalmann.
Keine Selbstverständlichkeit
Sie freue sich, die Neujahresrede auf dem Zeughausareal zu halten. Das sei nicht selbstverständlich, wie man in den letzten beiden Jahren gesehen habe, als man die Events pandemiebedingt absagen musste.
Die Stadt habe in der schwierigen Zeit viele kreative Antworten gefunden, wie zum Beispiel die Aktion mit den Ustermer Batzen, um das lokale Gewerbe in Uster zu unterstützen und die Kaufkraft zu stärken.
Die Stadt stehe nun auch finanziell gut da, den Schuldenberg habe man abgebaut. Die Bevölkerung beschäftige momentan der Krieg in der Ukraine.
Uster habe schnelle und kreative Lösungen gefunden, indem man im Stadthaus kurzerhand Schutzsuchende aus der Ukraine einquartieren konnte. «Wir sind schweizweit die einzige Stadt, die so eine spezielle Lösung gefunden hat», sagt die Stadtpräsidentin.
Das Klima spielt eine Rolle
Thalmann wirft in ihrer Neujahrsansprache auch einen Blick in die Zukunft. Die Stadt Uster möchte sich vermehrt für die Nachhaltigkeit und das Klima einsetzen. Deswegen sei neu ein Nachhaltigkeitspreis in der Höhe von 10 000 Franken geschaffen worden. Er wird im Frühling 2023 zum ersten Mal verliehen.
Auch werden dieses Jahr drei Bauprojekte für Schulen in Uster umgesetzt, damit die Stadt dem Bevölkerungswachstum entgegenwirken kann. Thalmann schliesst mit den Worten «Wir wissen nicht was kommt.»
Nach der Neujahrsansprache offerierte die Stadt eine wärmende Kürbissuppe. Ein Mann, der schon seit zwanzig Jahren in Uster lebt, sagt, dass das verdichtete Wohnen bestimmt eine Herausforderung werde für die Bevölkerung.
«Die Trottoirs bleiben ja gleich breit.» Ihn kümmere das vielleicht nicht mehr, ob man in Zukunft gut aneinander vorbeikomme, aber die Jüngeren schon.
Velowege bereiten Freude
Ein jüngerer Mann, der schon seit seiner Geburt in Uster wohnt, findet es gut, dass Uster eine attraktivere Stadt wird. «Es läuft viel mehr als früher». Er freue sich vor allem über den Plan, dass die Velowege ausgebaut werden.
Allerdings, fügt er an, sei es kein Wunder, dass die Stadt nun finanziell gut dastehe. Vor zwei Jahren hat die Stadt den Steuersatz von 91 auf 94 Prozent angehoben. Für ihn als Bürger von Uster fühle sich das nun etwas einfach an, wenn nun in der Rede gesagt werde, der Schuldenberg sei abgebaut.
